Matthias Dörsam - Komponist - Saxophone - Klarinetten - Flöten - Laukas Tonstudio - Studiobühne
Matthias Dörsam - Komponist - Saxophone - Klarinetten - Flöten - Laukas Tonstudio - Studiobühne

covid-19 follows amber 575 - DER FILM

Liebe Freunde,
ich habe einen neuen Teaser zu unserem 10 Studen 15 Minuten Musik-Film
covid-19 follows amber 575
produziert. 
 
Hier die Homepage zu unserem Werk: 
Diese Seite ist für alle Infos zum Projekt die zentrale Stelle.
Auch zum Download des Filmes ist sie der Zugang.
 
Der Preis beträgt 49,70 €
... das ist für 10 Stunde und 15 Minuten Film mit 40 Mitwirkende Musiker kein Preis......
 
…und so gehts:
1.) Die Seite www.corona-jazz-help.support wählen
2.) Zum Kauf des Filmes hier drücken wählen….heruntersrollen
3.) Der link zum Download ist hier wählen
4.) BUY (49,70€) wählen
5.) Name /Passwort eingeben
6.) Enter billing 
7.) Continue wählen
8.) DOWNLOAD
….das wars…..
 
Vielen herzlichen Dank noch mal für die tollen musikalischen Beiträge meiner Musikerfreunde aus Nah und Fern und Paul Depprich für den großartigen Film .....das ist wirklich ein großartiges Werk geworden.
 
Der wahre Wert liegt natürlich in der Kunst,
aber jetzt hoffen wir das unser Werk auch erfolgreich verkauft wird damit es uns, außer Ruhm und Ehre, allen vielleicht auch einen kleinen finanziellen Obolus zu spült, der gerade in dieser
Konzertfreien Corona Phase sehr hilfreich ist !!!!
 
Die Musiker:
Ich bin sehr gespannt auf Kommentare .......
….. und freue mich sehr auf weitere Aktivitäten.
40 Musiker und eine ungeteilte Welt 
Odenwälder Zeitung - FÜRTH, 23.06.2020
Vertonung des Zehn-Stunden-Films „covid-19 follows amber 575“ ist abgeschlossen

Fürth. Das zehn Stunden lange Werk ist fertig: 40 Musiker haben in einem Benefizprojekt zugunsten von Künstlern in der auftrittsfreien Zeit den Film von Paul Depprich vertont, der als Pilot den Flug von Peking nach Frankfurt ohne Schnitt aus dem Cockpit heraus aufgenommen hatte – wir haben berichtet. Etliche Fäden dieses Projektes liefen im Laukas Studio von Matthias Dörsam in Fürth zusammen.

„Der Film ist fertig – und damit fängt der Teil der Arbeit an, der für einen musischen Menschen schwer wird“, sagt dieser und meint das Verkaufen – „oder neudeutsch: das Marketing“. Bei Kunstprojekten wie diesem erwarte man zwar nicht, so richtig Geld zu verdienen – „aber eine kleine monetarische Unterstützung in konzertfreien Zeiten ist doch hilfreich“, erklärt Dörsam.

Raus aus der „Coronalethargie“

Der Aufruf zur Mitarbeit an diesem Projekt, den Paul Depprich und Matthias Dörsam inmitten der Coronakrise starteten, traf auf große Resonanz. „Einige Musiker waren zwar schon etwas in eine Art ,Coronalethargie‘ verfallen, andere aber voller Tatendrang und frei gewordener, ungebremster Energie“, berichtet der Musiker, Produzent und Betreiber der Studiobühne in Fürth.

Viele der beteiligten Musiker waren auch schon 2012 mit dabei, als der Zehn-Stunden-Film in der Studiobühne gezeigt und über die gesamte Spielzeit live vertont worden war. Allerdings hatte sich bei dem aktuellen Projekt der Teilnehmerkreis, auch bedingt durch die Aufgabenstellung, noch einmal erweitert.

Es sollten genau 40 Musiker sein, abgeleitet vom Begriff Quarantäne. Dieser geht nämlich zurück auf die Zeit der großen Pest-Epidemie im 14. Jahrhundert, während dieser Venedig durch eine 40-tägige Quarantäne der Seeleute geschützt werden sollte.

„covid-19 follows amber 575“ ist Titel und Thema des Projekts. Amber 575 ist der Name der imaginären Luftstraße, die vermutlich der am meisten benutze Weg des Virus nach Europa war. Ein weiteres zentrales Motiv ist das Phänomen der verschobenen Zeitempfindung: Beim Blick aus dem Cockpitfenster scheint sich stundenlang nichts zu bewegen, obwohl die Reisenden mit einer der höchsten Geschwindigkeiten unterwegs sind, die Menschen möglich ist.

Ganz im „Covid-19-Homeoffice-Style“ sollte jeder Musiker seinen Part (15 Minuten Solo-Improvisation) alleine aufnehmen. „Damit waren wir natürlich auch nicht örtlich gebunden und Beiträge aus aller Welt möglich“, so Dörsam. Und die kamen auch: China, Amerika, Frankreich, England, Japan, Schweiz . . .  – insgesamt zwölf Nationen sind musikalisch vertreten und das ist auch ganz im Sinne des Projekts. „Die Welt ist rund und überhaupt nicht dazu gemacht, in kleingeistige enge Felder eingeteilt zu werden, die durch nationalistische Gedanken isoliert werden“, sagt der Fürther Musiker. Das habe das Virus auch wieder, wie schon andere Plagen vorher, eindrücklich gezeigt. So ist dieser „Musikfilm“ ein klares Signal für eine intelligente, gemeinsame Gestaltung der Erde.

Die Beiträge der Künstler sind sehr verschieden, eine bunte Mischung von Ideen mit verschiedensten Instrumenten und Stimmen. Von wirklichen Solobeiträgen, die den nackten Ton des Instrumentes oder der Stimme widergeben, bis zu Mehrspuraufnahmen mit einem oder verschiedenen Instrumenten, Aufnahmen, die mit Loops gespielt sind und teilweise ganz freien Soundatmosphären ist alles dabei.

Das „C“ als einzige Vorgabe

Die einzige Vorgabe an die Musiker war, mit einem klingenden „C“, egal in welcher Lage, anzufangen und nach 15 Minuten wieder mit einem „C“ aufzuhören. „Damit wurden die Übergänge so harmonisch, dass die Beiträge fast nicht hörbar ineinanderfließen und ein, trotz der großen Bandbreite, vollkommen homogenes Bild entsteht“, erklärt Dörsam.

Die Freien, mit Loops gestalteten, Stimmimprovisationen von Jutta Glaser oder Jose Rodriguez zum Beispiel sind eigentlich so weit entfernt von den in Richtung Neue Musik/Klassik gehenden Improvisationen des Pianisten Chris Jarrett, oder den Klängen des Chinesen Wu Wei. Und die zarten Töne des von Sachie Matsushita gespielten Fender-Rhodes-Pianos, haben scheinbar nichts gemein mit der extremen Intensität des Bassklarinettenbeitrags von Rudi Mahall. „Und doch passt alles wunderbar zusammen. Alle 40 Musiker haben sich ihren ganz persönlichen Zugang zum Film und dem Thema geschaffen“, resümiert Dörsam. arn

Der Film „covid-19 follows
amber 575“ kann unter dem unten stehenden Link gekauft werden

 
Zehn Stunden lang rasanter Stillstand 
Odenwälder Zeitung - FÜRTH, 26.05.2020 
40 internationale Musiker vertonen einen Flug von Peking nach Frankfurt 
Matthias Dörsam (links) setzt mit zahlreichen Musikerkollegen die Idee von Paul Depprich (rechts) um. Archivbilder: Michael Kochendörfer/Fritz Kopetzky
 

Fürth. Amber 575: So heißt die Lufttrasse, entlang derer Flugzeuge von Peking nach Europa fliegen. Auf diesem „Airway“ ist mutmaßlich auch das neuartige Coronavirus von China aus nach Deutschland gelangt. Dies ist jedenfalls der Gedanke hinter einem Kunstprojekt, an dem auch der Fürther Musiker und Produzent Matthias „Mattl“ Dörsam maßgeblich beteiligt ist.

Basis des Projektes ist ein außergewöhnlicher Film: Der ehemalige Lufthansapilot Paul Depprich hat in seiner aktiven Zeit einen Flug von Peking nach Frankfurt aufgenommen – aus dem Cockpitfenster heraus, ohne Schnitt, 10 Stunden und 15 Minuten lang. Seine aktuelle Idee: 40 Künstler sollen dieses Werk nun vertonen, jeder davon mit jeweils 15 Minuten langen, im „Homeoffice“ aufgenommenen Musikstücken. Am Ende stehen 600 Minuten Musik, die den ebenso langen Film unterlegen.

Auf der Route des Virus

Vordergründig ist das eine kreative Benefizaktion in eigener Sache. Der fertig vertonte Film wird zum Kauf angeboten, um die Musiker zu unterstützen, die während der Coronakrise keine Auftritte und damit auch keine Einnahmen haben. Aber Mattl Dörsam ist diesbezüglich auch Realist: „Die Verkaufszahlen werden wird sich sicherlich in Grenzen halten – es zählt eher die Sache an sich, die Kunst.“

„Covid-19 follows Amber 575“ ist der Titel des Projekts – das Virus folgt dieser imaginären Luftstraße von China nach Europa. Unterlegt von Musik, die ebenso grenzüberschreitenden ist. „Es sind extrem unterschiedliche Beiträge“, berichtet Dörsam, in dessen Laukas Tonstudio in Fürth bereits fast ein Drittel der 40 Beiträge „eingeflogen“ sind. Seine Musikerkollegen hätten sich viel überlegt, ist er beeindruckt. Musik, die sich nicht an nationale Grenzen und Traditionen hält – ebenso wenig, wie das Virus.

Krasse Gegensätze

Die Vorgabe war denkbar einfach: „Jeder spielt zuhause mit seinem Instrument 15 Minuten Musik ein – frei, improvisiert, gerne abstrakt und abgefahren.“ Insbesondere an Letzteres haben sich die Beteiligten bislang wohl gehalten. „Das ist teilweise schon harter Tobak“, lacht Mattl Dörsam.

Diese musikalische Aufgeregtheit, jenseits kompositorischer Normen, steht in einem spannenden Gegensatz zum „Inhalt“ des Films. In diesem passiert nämlich zehn Stunden lang rein garnichts. Abgesehen von Start und Landung ist über die allermeiste Zeit nur eine weiße Wolkenwand zu sehen, die nicht einmal den Blick auf die überflogenen Landschaften, Gewässer und Städte freigibt.

„Das ist eine Verrücktheit: Ein Gefühl von Stillstand, während du mit über 1000 Kilometern pro Stunde über die Erde rast“, so Dörsam. Es ist diese völlige Abstinenz von Zeitgefühl, als Widerpart zu unserem oft streng durchgetakteten Alttag, die den Film besonders macht. „Sich darauf einzulassen bringt dich – im positiven Sinn – aus dem Takt“, erklärt der Fürther Musiker. Unendlich langsam und unfassbar schnell zugleich – dieses Spannungsfeld sollen auch Film und Musik im Zusammenspiel kreieren.

Weltenbürger als Ideengeber

Auf bemerkenswerte Art und Weise gelungen ist dies bereits einmal in der Fürther Studiobühne. Im Oktober 2012 hat eine Vielzahl von Musikern dort live die Vertonung übernommen, während auf der Leinwand besagter Film lief. Das Projekt trug damals den Titel „Kommt Ai Weiwei mit dem Fahrrad?“. Über zehn Stunden improvisierte Livemusik – selbst für geübte Konzertgänger eine Herausforderung. „Die meisten Gäste sind zwischendurch gekommen und gegangen – aber zwei Frauen waren tatsächlich die ganze Zeit da“, erinnert sich Dörsam.

Einige der damals beteiligten Künstler sind auch jetzt wieder dabei, andere sind neu. Der Start in Peking wurde einem Chinesen übertragen: Wu Wei an der Sheng, in normalen Zeiten zuhause auf den großen Bühnen der Welt, bringt das 365 Tonnen schwere Flugzeug in die Luft, das dann zehn Stunden später, 255 Tonnen leichter, mit dem Dies- Irae-Motiv, der Totensequenz seit dem Mittelalter, wieder landet. Am Ende steht die Europaflagge als Zeichen der Solidarität.

Mit dem ehemaligen Flugkapitän und jetzigen Ideengeber Paul Depprich verbindet Dörsam eine lange Freundschaft. Alles begann vor 25 Jahren mit einem Anruf: Depprich wollte von Dörsam wissen, ob er bei ihm Flötenunterricht nehmen könne. „Ich habe gesagt: Okay, dienstags? Die Antwort: Da bin ich in Tokio. Also fragte ich: Donnerstag? Die Antwort: Da bin ich in New York“, berichtet Mattl Dörsam lachend. So hatte er vom ersten Kennenlernen an das – treffende – Gefühl, einem „Weltenbürger“ begegnet zu sein. Einem Menschen, den keine Grenzen einengen und der sich der Kunst überaus verbunden fühlt – selbst Künstler ist.

Nun hat er den Anstoß zu einem einzigartigen Kunstprojekt gegeben, das in einer besonderen Zeit voller Herausforderung einerseits einen kreativen Ansatz bietet, mit dem Virus umzugehen, andererseits aber auch dessen finanzielle Folgen wenigstens ein bisschen zu lindern hilft.

Wer den Film als Video-on-demand bestellen will, kann sich an Matthias Dörsam wenden oder sich über www.corona-jazz-help.support informieren

Siehe auch: Die globale Sicht auf den Schock

Bild: Tom Rittler

Studiobühne 

- Raum für Kultur -

Fahrenbacherstr. 22       64658 Fürth/Odw.

Musik verschiedenster Art

Lesungen, Vorträge,

Vernissagen, Grenzüberschreitende Projekte

Alles was die Sinne schärft !

 Cafe Central 

HINGEHEN !!!!

Das Jazzportal 

in Deutschland

seit 1997

Es war mir eine große Freude die Show:

"Hochzeit mit Hindernissen" im

Theater Baden Baden

am

29.02.20 und am 01.03.20 spielen zu dürfen.

Ein tolles Ensemble !

Eine super Band ! 

Der wunderbare

 Musical Director 

"Hans Georg Wilhelm" !

.... und ein unglaublich

nettes Team

von Mitarbeitern im

ganzen Haus

So macht Musik Spass !!!!!!

(im Bild: Matthias Dörsam,

Jean-Michel Heiby,

Gernot Kögel) 

Meine aktuellen Musik-

empfehlungen:

Trio 3D - "Threesome"

Matthias Dörsam

Klar, Fl, Sax.

 Adax Dörsam

Gitarre uvm. 

Franz Jürgen Dörsam

Fagott

Erschienen bei Ring Musik

Rec.: Laukas Tonstudio und A.D.AX Studio

mit spannenden Gästen und meisterlich gemastert von

Lopazz lopazz@mixmastering.de 

und die genialen Fotos von

http://b7ue.com

Die neue CD von 

Martin Meinschäfer "

"Wer hat, der hat !"

Die neue CD von 

Joana 

"Tun wir was dazu"

Die aktuelle Doppel CD

von

Les Primitifs

Die neue CD des genialen Produzenten Keyboarder und Pianisten

Markus Wagner

"makoulé – cycle one"

Vocals:

Annette Kienzle-Ehrlich 

Marion La Marché

Birk Bonsen

John Keenan

Guitar

Ralf Blaschke

Saxophon

Matthias Dörsam.

Drums:

Matthias Wagner

Keyboards, Bass, Electronic Drums, Loops, Effekte, Composer, Arranger, Pruduction: 

Markus Wagner  

Recorded @

„tukan tonstudio“

www.makoule.com

Die neue CD von

Waiting for Frank

"Patchwork"

im Laukas Tonstudio aufgenommen.... 

Fin de Siglo

Rainer Michel

Korridor Orchester


Rainer Michel, Git/Luigin/Böhmat/

Geigenbaum/Comp.  

Martin Wagner, Akkordeon Matthias Dörsam, Klarinette/ Querflöte/ Saxophon

Raphael Zweifel, Cello

Gregor Praml, Kontrabass  

Lei Cheng, Violine  

Tianshu Jin, Violine/ Viola  Karina Japarova, Violine 

Er war nicht nur mein Lehrer, er war auch als Mensch ein echtes Vorbild....R.I.P. Andy

 

Neue Züricher Zeitung 27.11.2019

Die Form folgt dem Gefühl

Zum Tod des Schweizer

Jazzsaxofonisten

Andy Scherrer

Andy Scherrer war einer der bedeutendsten Saxofonisten des europäischen Jazz.

 

Die Emotion trug ihn durch die Musik, sein durchdringender Sound war gesättigt mit Gefühl. Wenn sich Andy Scherrer auf der Bühne aufstellte, aufrecht und beherrscht, den Kopf leicht genickt und das Saxofon zur Seite geneigt, sprach aus der magistralen Statur die reine Konzentration. Nichts sollte den expressiven Fluss hemmen, der sich bald in sanguinischen Momenten, bald in melancholischer Einkehr manifestierte.

Doch Andy Scherrers Musikalität erschöpfte sich nicht im impulsiven Ausdruck. Vielmehr schaffte er es, scheinbare Gegensätze zu überwinden und das Lyrische mit musikalischer Logik, die Ekstase durch Weitsicht zu formen. So konnte man an seiner inspirierten Improvisation die unverwüstliche Vitalität ebenso rühmen wie seine eindrückliche Reife.

Amerikanische Vorbilder

1946 geboren im toggenburgischen Brunnadern, wuchs Andy Scherrer in Glarus auf, bevor er Basel zu seiner Wahlheimat machte. Mit fünfzehn Jahren brachte er sich autodidaktisch das Saxofonspiel bei; 12 Jahre später erst nahm er klassischen Saxofonunterricht bei Ivan Roth in Basel, um sich schliesslich für die Swiss Jazz School in Bern anzumelden.

Seine bedeutendsten Lehrer aber waren die stilbildenden amerikanischen Saxofonisten der fünfziger und sechziger Jahre – namentlich Joe Henderson, John Coltrane und Wayne Shorter. Man kann nicht sagen, Andy Scherrer habe sich auf die Schultern dieser Idole gestellt, um über ihren Horizont hinauszublicken. Vielmehr hat er ihre Errungenschaften – etwa die harmonischen Erweiterungen, die modale Improvisation, das Spiel in «Sheets» – verinnerlicht, um daraus die eigene Phantasie zu speisen.

 

Andy Scherrer zählte seit den siebziger Jahren zu den bedeutendsten Jazzmusikern der Schweiz und Europas. Er stand mit internationalen Stars wie Mel Lewis, Cedar Walton, Abdullah Ibrahim und Bill Carrothers auf der Bühne. Und er profilierte sich in Bands wie den Hot Mallets des Basler Bassisten Isla Eckinger, im Sextett Magog des Zürcher Pianisten Klaus Koenig, in George Gruntz’ Concert Jazz Band oder in Mathias Rüeggs Vienna Jazz Orchestra.

 
IFrame

Dass er erst im Alter von 53 Jahren ein Album unter seinem Namen herausbrachte, spricht wohl für Andy Scherrers Zurückhaltung. Und wenn er in seiner Musik eigentlich stets amerikanische Traditionen pflegte und weder einen eminent europäischen noch schweizerischen Tonfall suchte, so war er doch geprägt von helvetischer Bescheidenheit. Diese mochte zwar den internationalen Erfolg etwas hemmen. Dafür verhalf sie dem grossen Tenor- und Sopransaxofonisten, der auch als Pianist überzeugte, zu einer künstlerischen Prägnanz, die alles Prahlerische, Effekthascherische hinter sich liess.

Der einflussreiche Pädagoge

Die Bedeutung Andy Scherrers für den Schweizer Jazz ist nicht hoch genug einzuschätzen. Dabei wirkte er nicht nur als wegweisender Instrumentalist, sondern auch als Lehrer. Von 1975 bis 2011 war er an der Swiss Jazz School in Bern tätig, die er einst selber besucht hatte. Generationen von Schweizer Jazzsaxofonisten gingen zu ihm in den Unterricht.

Später hat sich Andy Scherrer verdient gemacht um die jüngere Szene, indem er sich für zahlreiche Projekte engagieren liess. In Erinnerung bleibt zum Beispiel das Quartett seines Schülers Donat Fisch, das ihn vor Jahren zu Höhenflügen animierte. So konnte er begeistern, wo immer er sich als Sideman in Stellung brachte. Aber was heisst schon Sideman im Falle des Schweizer Saxofon-«Colossus», der mit seinem beherzten Sound stets den musikalischen Mittelpunkt markierte? – Am Montag ist er im Alter von 73 Jahren nach längerer Krankheit gestorben.

Und schon wieder ist einer meiner Lehrmeister gegangen:

Mein Klarinettenprofessor

an der Musikhochschule Mannheim

Bild: Blüthner

Mannheimer Morgen 07.12.2019

LUDWIGSHAFEN

MUSIK

Trauer um Hans Pfeifer

Ludwigshafen. Als Leiter des Jugendblasorchesters Ludwigshafen wirkte er ebenso jahrzehntelang wie als Dozent der Mannheimer Musikhochschule. Hans Pfeifer (Bild) ist im Alter von 85 Jahren gestorben. Der Maudacher hatte 1969 das Jugendblasorchester des Heuss-Gymnasiums gegründet, aus dem das städtische Jugendblasorchester hervorging. Der frühere Soloklarinettist der Staatsphilharmonie war ab 1980 an der Hochschule tätig und wurde mit dem Bundesverdienstkreuz und Maximilianstaler der Stadt geehrt. Er wird am Freitag, 13. Dezember, 12 Uhr, auf dem Maudacher Friedhof beerdigt.(Bild: Blüthner)                  Der Wikipedia Link zu Hans Pfeifer

Studiobühne Austellung             Horst Janssen 

Der 1929 in Hamburg geborene Ausnahmekünstler, gilt mit seinen Zeichnungen, Aquarellen, Gouachen, Radierungen, Holzschnitten und Lithographien als einer der herausragendsten und produktivsten Zeichner und Grafiker des 20. Jahrhunderts.
Er verfasste Aufsätze, Traktate, Kurzgeschichten und schuf Plakate, viele davon sin im „Horst-Janssen-Museum“ in Oldenburg zu sehen.
Klaus Ruhr stellt hier eine Reihe bekannter Plakate

- sämtlich original signiert - aus.
Durch Auflösung der Sammlung stehen die Plakate zum Verkauf.

....Besucher seit 12.07.2018

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