Matthias Dörsam - Komponist - Saxophone - Klarinetten - Flöten - Laukas Tonstudio - Studiobühne
Matthias Dörsam - Komponist - Saxophone - Klarinetten - Flöten - Laukas Tonstudio - Studiobühne

Presse Studiobühne

Zwischen Bangen und Hoffen

Odenwälder Zeitung - WESCHNITZTAL, 21.07.2020

Veranstalter werden von Corona kalt erwischt

Lena Posdzich

Matthias Dörsam

Weschnitztal. Mit der Corona-Krise ist das kulturelle Leben weitgehend zum Stillstand gekommen. Während die Wirtschaft allmählich wieder zum Normalbetrieb zurückkehrt, sind Theater- und Musikveranstaltungen noch immer strengen Regelungen unterworfen. Zwar sind Konzerte inzwischen unter Auflagen möglich, aber diese sind noch zu weitreichend, als dass damit wieder Umsätze generiert werden können. Das hat auch massiven Einfluss auf die Aktivitäten von Künstlern, Kneipenbesitzern und Veranstaltern aus der Region.

So steht bei Mattl Dörsam und seiner Studiobühne in Fürth seit März das Leben still. Zwar könnte er theoretisch wieder Konzerte geben, aber das würde sich aufgrund der geringen Größe seiner Location nicht lohnen. „Die Studiobühne ist zu klein. Bei den derzeitigen Abstandsregelungen dürfen nicht so viele Zuschauer in den Raum, damit genügend Einnahmen zusammenkämen, um die Gage für die Musiker zu bezahlen.“

Massive Preiserhöhungen?

Die Alternativen wären massive Preiserhöhungen oder Streaming-Konzerte per Internet, aber dafür bräuchte er wieder Helfer, die das nötige Know-how haben. Und natürlich bräuchte es Zuschauer, die bereit wären, auch dafür zu bezahlen.

Eine andere Alternative wären größere Räume, in der mehr Zuschauer Platz hätten. Und tatsächlich habe ihm Fritz Eisenhauer vom TV Fürth angeboten, die Halle des Vereins zu nutzen. „Das ist ein wirklich tolles Angebot“, so der Musiker, „aber das wäre nur an zwei Terminen möglich, von dem ich nur bei einem selbst dabei sein könnte.“

Da die Studiobühne Dörsam selbst gehört, muss er zumindest keine Pacht bezahlen. Härter trifft es ihn, dass er selbst als Musiker kaum Möglichkeiten hat, aufzutreten und Geld zu verdienen. „Seit ich Musiker bin, habe noch nie eine so lange Pause gemacht. Es war hart, von tausend auf null herunterzufahren. Ein großer Auftritt zusammen mit Laith al-Deen und der WDR-Radioshow wurde am 9. März einen Tag vor dem Termin gecancelt, noch während der Proben. Seitdem war ich nicht mehr auf der Bühne.“ Die auftrittsfreie Zeit weiß er aber durchaus zu schätzen. „Ich habe jetzt Muße, neue Stücke zu schreiben und Aufnahmen zu machen.“

Erster Auftritt nach fünf Monaten

Die Unsicherheit unter den Künstlern ist groß. „Da hängen so viele Jobs dran: Veranstalter, Techniker, Agenturen, Ticketverkäufer, aber auch Hotels und Getränkelieferanten. Und niemand weiß, wie lange das noch weitergeht.“ Die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie hält Dörsam für richtig und notwendig. „Wir können froh sein, dass die Situation nicht noch schlimmer ist.“ Sein erster Auftritt ist immerhin für den 9. August im Schlosshof in Weinheim geplant. Und auch im Internet hat er Videos eingestellt, so das Stück „Left Hand Power“, bei dem er verletzungsbedingt alle Instrumente mit der linken Hand eingespielt hat.

Ganz kalt erwischt wurden Lena Posdzich und ihre Mutter Andrea Seewald-Gutsche, die erst zu Jahresbeginn in Lindenfels das Café Dalles geöffnet hatten. „Das erste Konzert in Lindenfels war hervorragend besucht und auch das Café wurde sehr gut angenommen.“ Dann aber kam Corona und stellte das Leben der beiden auf den Kopf.

„Wir bekamen leider keine Corona-Soforthilfe. Unser Personal mussten wir entlassen, so dass wir uns zurzeit zu zweit um den Secondhand-Shop und das Café kümmern. Alle Konzerte, die im Rauch’schen Haus bis Dezember hätten stattfinden sollen, sind abgesagt.“ Aufgrund der Regelungen musste die Zahl der Tische im Café reduziert werden. Auf dem frei gewordenen Platz verkaufen sie Kunsthandwerk aus eigener oder regionaler Herstellung.

„Dadurch, dass wir gerade erst aufgemacht haben, fehlt uns hier leider noch ein Stammpublikum, aber die Lindenfelser haben sehr positiv auf uns reagiert. Von der Gemeinde gibt es glücklicherweise viel Unterstützung, auch Bürgermeister Helbig war schon bei uns zu Gast.“ Der Neustart in der Burgstadt war und ist für das Duo durch das Virus mit vielen Ungewissheiten verbunden. „Wir mussten uns immer wieder anpassen und deshalb das Angebot und die Öffnungszeiten ändern, das hat natürlich für Verwirrung gesorgt. Aber jetzt ist das glücklicherweise vorbei.“

Wieder Fahrt aufnehmen

Musikalisch soll es trotz Pandemie weitergehen. So wird Vollblutmusikerin Lena Posdzich am 2. August anlässlich des Lindenfelser Burgfests gemeinsam mit Lisa Zeiss am Café Dalles auf der Bühne stehen. „Wir hoffen einfach, dass das Café Dalles jetzt richtig in Fahrt kommt und sich die Verhältnisse bald wieder normalisieren.“ pas

 
Nicht an das Sofa oder das Internet gewöhnen 
Odenwälder Zeitung - WESCHNITZTAL, 02.04.2020 
 
Veranstalter und Musiker machen schwere Zeiten durch – blicken aber auch nach vorne 
Leere Stühle: Wie alle Konzertlocations ist auch die Studiobühne in Fürth derzeit geschlossen. Keine einfachen Zeiten für Veranstalter und Musiker gleichermaßen. Bild: Matthias Dörsam 
Veranstalter und Musiker machen schwere Zeiten durch - blicken aber auch nach vorne
 

Weschnitztal. Extrem hart sei es gewesen, die Kneipe so leer zu sehen, ein letztes Mal sauber zu machen und die Theke für lange Zeit einzumotten. Das berichtet Christoph Kordecki, der Inhaber der Rimbacher Kneipe „Zur Sonne“. Er ist einer von vielen Gaststättenbetreibern und Konzertveranstaltern aus der Region, die infolge der Corona-Pandemie ihren Betrieb einstellen mussten.

Kordecki hatte bereits am 14. März, eine Woche vor der Anordnung der Bundesregierung, freiwillig die Türen der Sonne geschlossen. „Weiterzumachen und die Gesundheit der Gäste aufs Spiel zu setzen, wäre unverantwortlich gewesen.“ Für ihn, wie auch für Matthias „Mattl“ Dörsam, dem Betreiber der Studiobühne in Fürth und Anna-Lena Posdzich vom Café Dalles in Lindenfels, war das Virus zunächst ein mediales Ereignis.

 

Schaden ist kaum zu berechnen

„Am Anfang dachte ich, wie wohl die meisten Mitmenschen, dass das übertrieben ist, da Covid-19 sich vom Influenzavirus nur wenig unterscheidet und meistens ähnliche Krankheitsverläufe hat“, gibt Matthias Dörsam offen zu, „inzwischen hat sich mit zunehmendem Wissensstand meine Meinung dazu drastisch verändert.“ Als Schweizer Kollegen Anfang des Jahres ein Konzert absagten, da sei ihm klar geworden, „dass es wirklich ernst wird.“

Dass die Schließungen notwendig sind, sagt auch Anna-Lena Posdzich, nicht zuletzt mit Blick auf das eigene Umfeld. „Ich denke, es ist außerordentlich sinnvoll, die angegebenen Maßnahmen zu befolgen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Eigenschutz ist ganz wichtig.“ Die Schließungen treffen sie jedoch gleichermaßen hart. „Es fallen leider alle Konzerte bis Oktober weg. Ich habe die Hoffnung, dass es zum Jahresende wieder läuft. Den Schaden kann man schlecht errechnen, er wird aber hoch sein.“ Sie hat mit ihrer Mutter das Café Dalles erst im Februar neu eröffnet. Immerhin können sie noch Essen an der Eingangstür verkaufen und so zumindest geringen Umfang weiter tätig sein.

 

Existenzielle Probleme

Das ist Matthias Dörsam nicht möglich. Trotzdem trifft ihn die Schließung der Studiobühne weniger hart. Bisher hat er zwei Konzerte für Mai und April abgesagt. „Der finanzielle Schaden für mich ist gering, denn die Studiobühne ist sowieso kein gewinnbringendes Unterfangen. Die Gagen gehen komplett an die Künstler.“

Weitaus stärker trifft ihn die Stilllegung des Kulturlebens jedoch als Musiker. „Ich bin, wie auch alle Musiker die in der Studiobühne spielen, auf die Gagen der Konzerte angewiesen. Kein Konzert – kein Geld, wenn das über Wochen oder Monate geht, wird das schnell zu einem existenziellen Problem. Das macht schon Angst, denn die laufenden Kosten warten nicht, bis du wieder zahlungsfähig bist.“

Sorgen um die Musiker macht sich auch Anna-Lena Posdzich. „Es ist erschütternd wie viele Künstler, aber auch Unternehmer jetzt da stehen und um ihre Existenz bangen.“ Ähnlich sieht es Sonne-Wirt Kordecki: „Wenn der Betrieb länger als ein oder zwei Wochen still steht, wird es wirklich schwer.“ Da sich der Betrieb gut entwickelt und viele junge Leute als Gäste gewonnen habe, schmerzt ihn die Schließung umso mehr.

Er fürchtet massive, negative Veränderungen in der Kulturlandschaft des Landes – und will im Sommer, wenn es bis dahin wieder möglich ist, vermehrt Konzerte organisieren, um dagegenzuhalten. Aber er hat auch Bedenken, dass die Leute sich an den Zustand gewöhnen könnten und noch mehr Zeit auf dem Sofa und mit Social Media verbringen. „Vielen ist außerdem nicht klar, dass es keineswegs selbstverständlich ist, dass jedes Wochenende so viele Konzerte stattfinden, wie das normalerweise der Fall ist.“

Über die Auswirkungen auf das kulturelle Leben macht sich Anna-Lena Posdzich keinerlei Illusionen. „Ich bin mir sehr sicher, dass es sehr lange dauern wird, bis es sich überhaupt erholt hat und ich fürchte, es wird nichts mehr so sein wie vorher. Vieles geht gerade kaputt. Ob sich die Kulturbetriebe wieder erholen oder Künstler wieder auf die Bühne steht, steht gerade in den Sternen. Die Pandemie wird uns noch lange begleiten, auch wenn sie längst vorüber ist.“

 

Nicht zu bremsende Energie

Etwas positiver ist Matthias Dörsam gestimmt. Er sieht auch die große Kreativität der Künstler in der aktuellen Situation. „In Facebook, Instagram und anderswo sieht man ja, wie die unglaubliche, nicht zu bremsende Energie der Kulturschaffenden sich ausdrückt, da wimmelt es nur so von Hauskonzerten, Onlineworkshops und vielem mehr. Nach dieser Krise werden viele neue Werke entstanden sein.“

Und er hofft, dass die sich die Wertschätzung der Menschen für das als so selbstverständlich wahrgenommene Kulturangebot verändert. „Vielleicht wird den Menschen jetzt klarer, wie sehr freie Kulturschaffende ohne Netz und doppeltem Boden arbeiten, ohne finanzielles Polster und auch selbst im Krankheitsfall auf der Bühne stehen, so lange es irgendwie geht. Das wäre meine Hoffnung.“

Christoph Kordecki versucht ebenfalls, in der Krise das Positive zu sehen: „Der Kontakt zum Vermieter und den Geschäftspartnern ist gut. Wir ziehen alle an einem Strang. Keiner hat Interesse, dass die Sonne dichtgemacht wird.

Außerdem haben wir es hier im Odenwald ja noch ganz gut“, sagt er und fügt an, dass er gleich mit seiner Partnerin auf die Tromm wandern wird. Das sei in der Stadt so nicht möglich. Und er ist sich sicher: „Der Betrieb in der Sonne wird auf jeden Fall weitergehen.“ pas

Sinne schärfen und Horizonte öffnen 
ODENWÄLDER ZEITUNG - FÜRTH, 07.01.2020 
Die Spielzeit Frühjahr/Sommer der Studiobühne offenbart die große Spannweite musikalischer Vielfalt

Fürth. Musik in ihrer gesamten Spannweite und weitere Genres wie Kabarett, Lesungen, Bildende Kunst präsentiert Matthias Dörsam, genannt Mattl, mittlerweile seit 2008 in seiner Studiobühne in Fürth in der Fahrenbacher Straße 22 einem treuen Publikum. Mit einem lachenden und weinenden Auge darf von Seiten des Veranstalters festgestellt werden: Die Vorstellungen sind zumeist ausverkauft. Das liegt aber auch an dem doch recht knappen Sitzangebot in „Mattls Wohnzimmer“ mit knapp 60 Plätzen.

Schon als junger Mann, angehender Musiker hat sich Matthias Dörsam gern in den Nischensendern des öffentlich-rechtlichen Kulturradios Jazzmusik in ihrer gesamten Breite angehört und dabei festgestellt, dass sie live kaum zu erleben ist. Diese Nische hat er nun in seiner Heimatgemeinde geschlossen - mit Erfolg.

In der Szene hat er sich als Saxophonist und Klarinettist längst selbst einen Namen gemacht, als Mitglied der Rockband „Rodgau Monotones“, mit seinen Brüdern als Trio 3D, bei mehreren Rundfunk- und Fernsehauftritten, als Komponist und Arrangeur und als Studiobetreiber für zahlreiche Produktionen. Die Künstler kommen gern nach Fürth, erleben ein dankbares und aufnahmebereites Publikum, legen auf ihren Tourneen zwischen den Clubs in den großen Städten auch mal Station im Weschnitztal ein.

Großer Einzugsbereich

Auf der anderen Seite rekrutiert sich das Publikum über den Odenwald hinaus von der Bergstraße und den umliegenden größeren Städten im Rhein-Neckar-Raum.

Das spiegelt sich in der aktuellen Spielzeit Frühjahr/Sommer wider, mit Music-Comedy, Classic-Jazz als Reminiszenz an Louis Armstrong mit einem „achtköpfigen Ensemble“ um den aus New Orleans stammenden Drummer Trevor Richards, mit „jungen Wilden“ aus der Jazzabteilung der Musikhochschule Mannheim, mit dem literarisch geprägten Songwriter und Solo-Performer Julian Dawson oder dem Blueser „Big Mo“ und seiner „Full-Moon-Band“, um nur einige zu nennen.

Unter dem Motto „Alles, was die Sinne schärft“ möchte Dörsam die Neugier beim Publikum wecken, Horizonte öffnen und erweitern. Das ist ihm gelungen, wie die Besucherzahlen aufzeigen. Von daher lohnt es sich bei allen Veranstaltungen, sich Karten im Vorverkauf zu sichern.

Den Anfang der aktuellen Spielzeit macht bereits am 19. Januar (Sonntag, 17 Uhr) das Huub-Dutch-Duo mit „Swinging Busch“. Dutch und Chris Oettinger vertonen dabei sieben Streiche von Max und Moritz, tragen sie mit viel Wortwitz und mitreißend vor. Jeder Streich ist ein Erlebnis mit überraschenden Wendungen, einprägsamen Melodien, effektvollen Stimm-Arrangements, brillanten Trompetenpassagen und viel Groove. Am Sonntag, 9. Februar, kommt das achtköpfige Ensemble um Trevor Richards als „South-West-Oldtime-All-Stars“ nach Fürth. Der legendäre Louis Armstrong ebnete zwischen den Jahren 1925 bis 1928 mit seinen Aufnahmen in Fünfer- und Siebener-Besetzung späteren Jazzstilen den Weg, öffnete Solisten mehr Raum für Improvisationen. An diese klassische Ära aus der Hauptstadt des Jazz’, aus New Orleans, erinnern die „All Stars“.

Namhafte Bands und Musiker

Zahlreiche weitere namhafte Musiker, Bands und Ensembles werden im ersten Halbjahr 2020 ihre Visitenkarte in der Fürther Studiobühne abgeben. Dazu zählen unbedingt Julian Dawson, das „Jean-Philippe-Bordier-Quartett“ als Repräsentant der Pariser Jazz-Szene oder die dynamische Band namens SMAF mit Stjerne Giesel als special guest. mk

Vorverkaufsstellen zu allen Veranstaltungen in der Fürther Studiobühne sind die Buchhandlung am Rathaus, in Fürth sowie das „Lesezimmer“ Rimbach.

Sonntag, 19. Januar, 17 Uhr: „Huub-Dutch-Duo“ mit „Swinging Busch“.

Sonntag, 9. Februar, 17 Uhr: „South-West-Oldtime“ mit original Louis-Armstrong-Classics.

Sonntag, 23. Februar, 17 Uhr: Julian Dawson, literarisch geprägte Musik eines Autors, Komponisten, Sängers, Musikers und Performers.

Sonntag, 8. März, 17 Uhr: „Jean-Philippe-Bordier-Quartett“, Repräsentant der Pariser Jazzszene.

Donnerstag, 26. März, 20 Uhr: „Bilderband“, Jazz von preisgekrönten Absolventen der Musikhochschule.

Donnerstag, 23. April, 20 Uhr: „Me, Myself and Them“, Jazz-Harmonik zwischen Blues und Nashville.

Sonntag, 24. Mai, 17 Uhr: SMAF, groove-betonte Musik mit Stjerne Giesel als special guest.

Donnerstag, 18. Juni, 20 Uhr: Big Mo & the Full-Moon-Band, Blues from USA.

Vorspiel und andere Höhepunkte 
ODENWÄLDER ZEITUNG FÜRTH, 26.07.2019 
Fürther Kleinkunststätte bietet auch im zweiten Halbjahr ein breites Spektrum

Fürth. Als Junge ist er bis nach Heidelberg getrampt, um so etwas wie Jazz zu hören. Dieser Musikstil hat ihn in den nächtlichen Radiosendungen der Kultur-Rundfunkstationen ohnehin immer interessiert. Jetzt ist Matthias Dörsam selbst ein renommierter Musiker. Der Saxophonist, Klarinettist, Komponist und Studiobetreiber ist bekannt und gut vernetzt in Musiker- und Künstlerkreisen, weshalb er in seiner Heimstatt, in der Fahrenbacher Straße 22 in Fürth, eine „Wohnzimmer-Bühne“, Studiobühne genannt, eingerichtet hat.

Renommierte Solisten, namhafte Ensembles möchten bei ihm spielen. Nicht selten legen sie auf ihren Deutschlandtourneen, auf ihrem Weg von Frankfurt nach Stuttgart Station in Fürth im Odenwald ein. Matthias alias „Mattl“ möchte Leute für Musik jenseits des Mainstreams, jenseits des Populismus interessieren. Das ist ihm gelungen.

Die Studiobühne existiert seit nunmehr elf Jahren. Der Erfolg gibt ihm Recht: nahezu jede Vorstellung ist ausverkauft, gerammelt voll. Leider sind die Plätze in Mattls „guter Stube“ auch nur begrenzt. Ein gutes Beispiel für die Vielseitigkeit des Programms, für die Buntheit des Kulturspektrums in der Studiobühne ist das Herbst/Winter-Programm, das die „Jazz-Pistols“ mit Jazz-Rock bereits am 12. September eröffnen. Das einzigartige Trio aus Gitarre, Drums und Bass präsentiert seine Musik energiegeladen, mit einer gelungenen Verflechtung aus Groove, Harmonik und Melodie.

Jazz mit einer Prise Pop

Wenn Lammel, Lauer und Bornstein am 14. Oktober auftreten, bleibt’s zunächst beim Jazz, klassisch mit Piano, Bass und Drums. Mit ihrer hohen Trio-Piano-Kunst und einer Prise Pop schlagen sie die Brücke zwischen Klassik und Jazz.

Bereits des Öfteren war der Schauspieler und Kabarettist Thomas Nicolai aus Dresden zu Gast in der Studiobühne. Musikalisch begleitet von Robert Neumann gibt’s dabei stets viel zu lachen, mit seinem Wortwitz, seiner Beobachtungsgabe und seiner Selbstironie. Schon der Name des Programms am Sonntag, 3. November, 17 Uhr lässt hoffen: „Vorspiel und andere Höhepunkte“.

Eines Wortspiels bedienen sich auch die Protagonisten eines Quartetts, das sich der Renaissance-Musik verschrieben hat: Aus Angela und Michael wird kurzerhand „Michelangela“. Sie erinnern am 21. November an den Britpop anno 1603. Das Modeinstrument damals war die Laute und John Dowland war der Eric Clapton seiner Zeit. Mit einer Sopranistin und einer Rezitatorin erzählen sie stets augenzwinkernd von weiteren bemerkenswerten Geschichten unsterblicher Musikgrößen wie Mozart, Beethoven oder den Beatles.

Das Halbjahresprogramm schließen „Jungs aus unserer Region“ am 19. Dezember ab, und sie warten noch immer auf Frank: „Waiting for Frank“. Das sind Armin Steigler, Frank Schork, Marco Schilling, André Clemens und Helmut Lerchl. Neben ihren Qualitäten an den Instrumenten überzeugen sie auch durch Stimmgewalt. Sie einigt ihre Liebe zu Irland, zu Land und Leuten, zu der Geschichte und Musik mit Songs über Abende im Pub, über Piraten, Terroristen und die Liebe. Bereits für nächstes Frühjahr haben sich das geniale holländische Komiker-Paar „Huub Dutch Duo“ und der Singer-Song-Writer Julian Dawson angekündigt. mk

Donnerstag, 12. September: Jazz Pistols.

Montag, 14. Oktober: Lammel, Lauer, Bornstein.

Sonntag, 3. November, 17 Uhr: Thomas Nicolai „Vorspiel und andere Höhepunkte“.

Donnerstag, 21. November, Michelangela – Musik der Renaissance.

Donnerstag, 19. Dezember: Waiting for Frank – Irish Folk.

Wegen der begrenzten Platz-Kapazität in der Studiobühne empfiehlt es sich stets, sich Karten im Vorverkauf zu besorgen; in der Buchhandlung am Rathaus Fürth (06253/3661) und in der Buchhandlung „Lesezimmer“ Rimbach, Bismarckstraße, 06253/84515.

Folksmusik, Trips und die Winnetou-Tapes 
ODENWÄLDER ZEITUNG - FÜRTH, 05.01.2019 
Matthias Dörsam präsentiert eine neue, bunte Spielzeit in der Studiobühne   

Archivbild von Marco Schilling

Fürth. Etwas Jazz, ein bisschen Swing, Rock, Blues und Folk. Musik aus allen Stilrichtungen und Instrumental-Zusammenstellungen, virtuos dargebracht, vom Trio bis zur Big Band, verbunden mit charmanten und witzigen Moderationen: das macht die Studiobühne in Fürth aus.

In den letzten Jahren ist kaum eine Spielzeit vergangen, in der nicht alle Vorstellungen vor vollem Haus in der Fahrenbacher Straße 22 über die Bühne gingen. Studiobühne-Betreiber Matthias Dörsam, selbst nachgefragter Studio- und Bühnenmusiker in mehreren namhaften Formationen wie den Rodgau Monotones, sieht das mit einem lachenden und weinenden Auge. Er freut sich über das jeweils „volle Haus“, würde aber gern seinen Musiker- und Künstlerkollegen mehr Gage zahlen: bei maximal 56 zahlenden Gästen in seinem „Wohnzimmer“ ist das aber schlecht möglich.

Dennoch kommen sie alle gern wieder in die Studiobühne, und sei es als Zwischenstation einer Deutschland-Tournee auf ihrem Weg von Frankfurt nach Stuttgart beispielsweise. Das gilt auch für „Lichtenberg“. Die Formation aus Ober-Ramstadt, die ihre Kunst „Neue deutsche Folksmusik“ nennt, füllt mittlerweile bei ihren Vorstellungen die großen Häuser in der Umgebung.

Sie wollen aber wieder in der Studiobühne auftreten: Am 14. März, einem Donnerstag, um 20 Uhr ist es wieder so weit: Mit einer Mischung aus selbst komponierten Stücken und Songs, deren Texte von bekannten Odenwälder Liedern übernommen wurden (Scholze Greet), vereinen sie ein bunt gemischtes Publikum vor der Bühne. Erfrischend unverblümt und ehrlich besingen Marcel Zocher, Thorsten Großkopf, Sebastian Altzweig, Thomas Markowic und Lazaros Dimitriou den Odenwald und das Hessenland, erzählen Geschichten aus der Heimat, fördern den Dialekt und erschaffen somit ganz nebenbei neues hessisches Kulturgut.

Start mit vier Saxophonen

Den Anfang der neuen Spielzeit Frühjahr/Sommer macht das Quartett „Saxshop“ am Sonntag, 27. Januar, 17 Uhr. Das sind vier begnadete Musiker an den verschiedenen Saxophonen, aber auch an einer Klarinette: Mit Groove, Leidenschaft und Virtuosität machen sie jeden Ort zu ihrer Bühne und zu einem Erlebnis für die Zuschauer – originell, flexibel mit bekannten Popsongs und anspruchsvoller Weltmusik.

„Superfro“, eine klassische Jazz-Formation junger Männer mit Bass, Saxophon, Klavier und Perkussion, kehrt am 14. Februar (Valentinstag) um 20 Uhr zurück nach Fürth. Im Gepäck haben sie mit „Trips“ ihr neues Programm. Dabei geht es weniger um das Einwerfen von Drogen als vielmehr um das Unterwegs-sein. So treffen indonesische Hähne auf norwegische Trolls, um an einer Bar an der Atlantikküste über neue Beziehungsmodelle zu diskutieren. Sie versprechen einen „Heidenspaß mit Filmmusik für innere Bilder“.

Vom „Land down under“, von der anderen Seite der Welt kommt das Ehepaar Dannielle und Kyle De Andrea. Vermittelt wurde deren Auftritt in Fürth am Sonntag, 7. April, 17 Uhr von einem Freund von Matthias Dörsam, vom Organisten Martin Meixner. Als Sängerin und Songwriterin tourte Danielle bereits mit Künstlern wie Joe Cocker, Tom Jones und Sting durch die Lande und die Welt und sie hat mit eigenen Hits die Charts gestürmt. Sie wird als „One of Australia’s best Singers –Ever“ tituliert.

Am Sonntag, 12. Mai, um 17 Uhr kommen Bruder Adax Dörsam und sein Saiten-Kollege Claus Boesser-Ferrari mit ihrer ausgezeichneten Produktion der „Winnetou-Tapes“. Sie liefern damit ihre Hommage an den Filmmusik-Komponisten Martin Böttcher ab, der mit seiner Untermalung der berühmten Karl-May-Verfilmungen Weltruhm erlangt und die Jugend der beiden in den dunklen Lichtspielhäusern bereichert hat. Böttcher hat sich bei den beiden für die gelungenen Interpretationen bereits persönlich bedankt.

Die Frankfurt City Blues Band hat sich schon vor Jahrzehnten einen großen Namen gemacht. In dieser Formation spielt Achim Farr als Vorgänger und Nachfolger von Matthias Dörsam neben dem Ausnahmesänger „Andreas The August“ mit. Dieser haucht mit seiner teils rauen, teils sanften, manchmal auch schrillen Stimme der Musik der Band Seele ein. Den Musikern gelingt es immer wieder, den Blues authentisch und doch aufregend neu zu interpretieren. Ihr Auftritt in der Studiobühne ist am Donnerstag, 13. Juni, um 20 Uhr. Es ist ein Programm, wie es sich Matthias Dörsam wünscht: bunt, anregend, offen für Neues mit allem, was die Sinne schärft, um neugierig zu bleiben. mk

Karten im Vorverkauf: Buchhandlung am Rathaus in Fürth, 06253/3661. „Lesezimmer“ Rimbach, 06253/84515; Info: www.matthiasdoersam.de/studiobühne/

27. Januar, 17 Uhr: „Saxshop“.

14. Februar, 20 Uhr: „Superfro“.

14. März, 20 Uhr: „Lichtenberg“.

7. April, 17 Uhr: Dannielle De Andrea, Kyle De Andrea, Martin Meixner.

12. Mai, 17 Uhr: Claus Boesser-Ferrari & Adax Dörsam.

13. Juni, 20 Uhr: Frankfurt City Blues Band.

 
 
Vier Saxophonisten und ein neues Album 
ODENWÄLDER ZEITUNG - FÜRTH, 02.01.2019 
SaxShop eröffnen das neue Konzert-Jahr in der Studiobühne 

Archivbild von Marco Schilling

Fürth. SaxShop, das sind vier Saxophonisten, die mit Groove, Leidenschaft und Virtuosität überzeugen und jeden Ort zu ihrer Bühne machen – originell, flexibel und ein Erlebnis für Jung und Alt. Julian Schuster (Altsaxophon und Bassklarinette), Nicolai Pfisterer (Sopran- und Tenorsaxophon), Paul Stolze (Tenorsaxophon) und Sebastian Nagler (Baritonsaxophon) eröffnen am Sonntag, 27. Januar, um 17 Uhr das neue Konzert-Jahr in der Fürther Studiobühne.

Ihr Repertoire umfasst neben Originalkompositionen auch bekannte Popsongs – Funk und Jazz stehen neben anspruchsvoller Weltmusik. Seit dem gemeinsamen Studium spielen sich die charismatischen Musiker als eines der wenigen professionellen Saxophonquartette durch die Republik, zuletzt gefördert vom Jazzverband Baden-Württemberg. Dabei zeichnen sich ihre Konzerte besonders durch die große Nähe zum Publikum aus.

Aktuell arbeitet SaxShop an ihrem neuen Album, welches am 27. Januar auf der Studiobühne in Fürth der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Unter anderem wird darauf das Siegerstück des Neuen Deutschen Kompositionspreises 2017 zu hören sein, aus der Feder von Ensemblemitglied Nicolai Pfisterer.

Karten gibt es in der Buchhandlung am Rathaus in Fürth sowie im Lesezimmer in Rimbach.

Große Kunst auf kleiner Bühne 
ODENWÄLDER ZEITUNG - FÜRTH, 24.08.2018 
Studiobühne präsentiert wieder Künstler, die sonst große Hallen füllen

Fürth. Es begann an einem sonnigen Spätsommer-Sonntagvormittag im Jahr 2008. In der Fahrenbacher Straße in Fürth fand sich in dem ehemaligen Verkaufsraum des etablierten Fürther Musikfachgeschäfts von Dieter Knapp an Tischen, auf Stühlen und Sesseln (wie in einem Wohnzimmer) eine illustre Schar an Zuschauern ein. Auf der Bühne standen die „Coleumnes“ – so hießen „Les Primitifs“ damals noch, mit Laurent Leroi am Akkordeon, dem Franzosen aus dem Alsace und Bandleader sowie mit dem Hausherrn Matthias Dörsam an Flöte, Klarinette, Saxofon.

Das war die Geburtsstunde der „Studiobühne“ Fürth – Raum für Kultur. Zehn Jahre ist das jetzt her. Und pünktlich zur Geburtsstunde werden die „Primitifs“ am 16. September um 17 Uhr nicht nur die Herbst/Winter-Spielzeit der Studiobühne eröffnen, sondern auch den Reigen der Zehn-Jahr-Feierlichkeiten, den Hausherr Matthias (Mattl) Dörsam nicht ohne Stolz mit seiner Familie und seinen zahlreichen Freunden feiern kann.

Feste Größe im Kulturgeschehen

Die „Studiobühne“ ist längst eine feste Einrichtung im Weschnitztaler Kulturgeschehen geworden, mit einer treuen Besucherschar aus Fürth, den umliegenden Dörfern und einem treuen Fachpublikum von weither, so auch aus Darmstadt, Heidelberg und Mannheim. Matthias Dörsam, Komponist mit eigenem Tonstudio (das gibt seine historische Wohnstätte her), ist selbst Mitglied in namhaften Formationen, von den Rodgau Monotones bis zum Trio 3D mit seinen Brüdern. Er ist als Saxofonist und Klarinettist gefragter Studiomusiker und sitzt bei manchen Fernseh-Kabarettsendungen auf der Bühne in der ersten Reihe.

Von Anfang an präferierte er für seine Studiobühne anspruchsvolle Musik aller Stilrichtungen, von Jazz über Blues bis Rock, mit Ausflügen und Untertönen in die Genres Kabarett, Liedgut und Chansons. Der Spaß ist immer dabei und die gute Unterhaltung vorprogrammiert. Das hat sich herumgesprochen. Die meisten Auftritte seiner in Fachkreisen sehr bekannten Gäste sind ausverkauft.

Zehn Jahre Unterhaltung

Gerade mal 60 Sitzplätze umfasst sein Wohnzimmer. Reich werden können damit seine Musikergäste nicht. Das wissen sie auch – sie kommen dennoch, beispielsweise als Zwischenstation bei ihren Deutschlandtourneen, zwischen Frankfurt und Stuttgart. Gewisse Abende lang macht Mattl die Provinz zur Metropole. Dafür gilt sein Dank zahlreichen Freunden und Helfern, seiner Frau Jana, seinem Sohn Milan, Achim Nörber, Wolfgang Helfrich und Kerstin Arnold an der Kasse. Die Besucher genießen die familiäre und freundliche Atmosphäre und Sohn Milan ist genauso alt wie die Studiobühne. Seit Jahren schmückt sein Konterfei – seine Figur in Aktion – das Titelbild zum jeweiligen Spielzeitprogramm der Studiobühne.

Herbst- und Winterprogramm

Auch im Herbst bietet die Studiobühne wieder ein musikalisch erhebendes und nicht weniger unterhaltsames Programm. Die „Les Primitifs“ in der Besetzung Akkordeon, Blasinstrumente, Drums und Kontrabass haben als internationales Kollektiv die Fähigkeit, einen eigenen authentischen Sound zu kreieren.

Ob mit Wagner, Traditionals, Musette-Walzer oder eigener Musik: „Les Primitifs“ klingen immer wie „Les Primitifs“ und machen am 16. September den Anfang. Es gibt ein Wiedersehen mit dem „Swing Size Orchestra“, das allein die Studiobühne ausfüllen kann.

Zwischendrin treten Trios aus Berlin oder mit dem Namen „Berlin“ (Namensvetter des großen Irving Berlin) auf. Den Abschluss der Spielzeit macht pünktlich zur Adventszeit die charmante, wunderschöne Madeleine Sauveur, bekannt von so mancher Kleinkunstbühne aus der Umgebung. Sie liefert dem jahreszeitlichen Ereignis entsprechend ihre Interpretationen des „Lichterkettensägenmassakers“. Begleitet wird sie „engelsgleich“ von Clemens Maria Kitschen.

Im Gegensatz zum martialisch anmutenden Titel präsentiert die Musikkabarettistin ein absolut schönes, gewaltfreies, satirisches Weihnachtsprogramm. Getreu der Weisheit: „Weihnachten ist reine Nervensache, und nach dem Fest ist der Mensch die Krone der Erschöpfung.“

Auch 2019 viel vor

Bereits jetzt steht weitgehend das Frühjahrs- und Sommerprogramm 2019 der Studiobühne fest. Die Formation „Lichtenberg“ aus Ober-Ramstadt füllt Säle und Festzelte in der Umgebung.

Und dennoch wollen die Mundartkabarettisten und Musiker noch einmal zurück in die „Studiobühne“. Auch Bruder Adax und der begnadete Claus Boesser-Ferrari kommen in die Studiobühne. Sie präsentieren ihre neue CD mit den wunderbaren „Winnetou-Tapes“. mk 

Weinheimer Nachrichten | Odenwälder Zeitung |Tipps und Termine | 04.09.2017 
 
Fürth, 03.09.2017 

Studiobühne: International renommierte Künstler geben sich bei Matthias Dörsam zur Herbstspielzeit die Klinke in die Hand

Gefragte Musiker hautnah 
Er begeistert die Fans in Amerika, kommt ganz selten nach Europa, und nur einmal nach Deutschland, nach Fürth: Jeff Jensen kommt mit Band am Mittwoch, 4. Oktober, ins Weschnitztal. Bild: Ray Frick
 

Fürth. Matthias Dörsam ist als begnadeter Bläser, Saxofonist und Klarinettist, Komponist, Arrangeur, Musiker „weit herumgekommen“. Und schließlich ist er Bestandteil des Trios 3D, der drei Dörsams aus Fürth. Zahlreiche Freundschaften hat er auf seinen Wegen geschlossen, mit namhaften Musikern. Als Freundschaftsdienst sind dann ihre Auftritte in „Studiobühne“ in Fürth, in der Fahrenbacher Straße 22, auch zu verstehen. Wegen der Gage kommen sie gewiss nicht, bei knapp 60 Sitzplätzen in der „Wohnstube“. Sie kommen aus Verbundenheit und wegen der wunderbaren Atmosphäre, die bei einem ebenso fachkundigen wie begeisterungsfähigen und applausfreudigen Publikum in Fürth herrscht.

Für die aktuelle Spielzeit Herbst haben wieder sechs gefragte, in der Szene bekannte und virtuose Ensembles, Gruppen, Trios zugesagt. Und wie es sich für einen Treffpunkt für Kultur und Musik gehört, wird wieder eine Ausstellung mit bildender Kunst das Geschehen umrahmen. Dr. Klaus Ruhr hat sie vermittelt. Plakate von Horst Janssen werden die Wände im Konzertraum schmücken. Dem 1929 geborenen Künstler ist in Oldenburg ein eigenes Museum gewidmet. Er gilt mit seinen Zeichnungen, Aquarellen, Gouachen, Radierungen, Holzschnitten und Lithografien als einer der herausragenden Grafiker des 20. Jahrhunderts. In Fürth sind seine bekannten Plakate – sämtlich original signiert – zu sehen. Durch Auflösung der Sammlung stehen sie zum Verkauf.

Ohne Abstufungen zwischen den einzelnen musikalischen Größen zu treffen, so gilt doch der Auftritt der „Jeff-Jensen-Band“ in Fürth, am Mittwoch, 4. Oktober, um 20 Uhr als buchstäblich einzigartig. Es ist das einzige Konzert in Deutschland, das er während seiner Europa-Tournee gibt. Der Mann aus Memphis/Tennessee begeistert seit Jahren die Blues-/Rockfans und Kritiker in Amerika mit seinen leidenschaftlichen, dynamischen Auftritten. Erst im Jahr 2015 entschloss sich die Band zu ihrer ersten Europatournee: mit unglaublichem Erfolg. Der „Gitarrenderwisch“ rockt Bühne und Konzertsäle und zieht mit Balladen das Publikum in seinen Bann.

Die „Faszination der Gitarre“ steht auch im Mittelpunkt, wenn sich Ali Neander und Tilmann Höhn zusammenfinden. Die beiden Meister eröffnen die Spielzeit in der Studiobühne am Donnerstag, 21. September. Neander ist bekannt von den „Rodgau Monotones“ und Höhn unter vielem anderen von der „FrankfurtCityBluesBand“. Zusammen lassen sie mit einem Augenzwinkern Weltmusik und Jazz aufeinandertreffen, atmosphärische Klangpassagen, virtuose Soli und interessante Instrumente. Das schönste Lob gibt Neander seinem Partner Höhn: „Gitarren haben’s manchmal nicht leicht. Aber wenn sie es sich aussuchen dürften, würden sie Tilmann als Spieler wählen.“

Am Donnerstag, 26. Oktober, gastiert das „Tri.of.us“ in Fürth. Jens Hubert, Gregor Praml und Bernhard Schullan verknüpfen Jazz, Blues, Rock, Pop und Balladen von romantischem Spiel bis zu treibenden Rocknummern. Einen Drumworkshop in der Soundfabrik Fürth verbindet Claus Hessler mit einem Auftritt seines Trios „Flux“ in der Studiobühne, am 5. November, Sonntag, um 17 Uhr. Sie repräsentieren eine Musik, für die es noch keinen Genre-Namen gibt, jazztypische Improvisationen mit der Energie von „Rythm’n’Blues“. „Helena Paul is in the House“ heißt es wieder am Donnerstag, 23. November, wenn sich die Soul- und Jazz-Sängerin aus London mit ihrem Partner Thomas Wind in Fürth die Ehre gibt. Der Auftritt ist für alle gedacht, die beim letzten Mal in der Studiobühne keinen Platz mehr bekommen haben.

Die Herbstspielzeit schließt das Max-Hacker-Trio am Mittwoch, 13. Dezember, ab. Die Musik aus Sax, Bass und Drums strahlt Grandezza aus, ganz ohne Effekthascherei und frei von Plattitüden. Das Jazztrio gründet sein Zusammenspiel auf hörbar großem Vertrauen und gegenseitiger Wertschätzung. mk

Die Herbstspielzeit in der Studiobühne Fürth beginnt am 21. September. Vorverkaufsstellen sind in der Buchhandlung am Rathaus, Fürth, 06253/3661, und im Lesezimmer Rimbach, Telefon 06253/84515, eingerichtet. Aufgrund der beschränkten Anzahl von Plätzen empfiehlt sich stets ein rechtzeitiger Erwerb von Karten. Weitere Informationen unter: www.matthiasdoersam.de.

Am Donnerstag, 23. November, will die Soul- und Jazz-Röhre Helena Paul aus London, begleitet von Thomas Wind, das Publikum in der Fürther Studiobühne wieder überzeugen. Bild: Dieter Hölzer

Bild: Tom Rittler

Studiobühne 

- Raum für Kultur -

Fahrenbacherstr. 22       64658 Fürth/Odw.

Musik verschiedenster Art

Lesungen, Vorträge,

Vernissagen, Grenzüberschreitende Projekte

Alles was die Sinne schärft !

 Cafe Central 

HINGEHEN !!!!

Das Jazzportal 

in Deutschland

seit 1997

Es war mir eine große Freude die Show:

"Hochzeit mit Hindernissen" im

Theater Baden Baden

am

29.02.20 und am 01.03.20 spielen zu dürfen.

Ein tolles Ensemble !

Eine super Band ! 

Der wunderbare

 Musical Director 

"Hans Georg Wilhelm" !

.... und ein unglaublich

nettes Team

von Mitarbeitern im

ganzen Haus

So macht Musik Spass !!!!!!

(im Bild: Matthias Dörsam,

Jean-Michel Heiby,

Gernot Kögel) 

Meine aktuellen Musik-

empfehlungen:

Trio 3D - "Threesome"

Matthias Dörsam

Klar, Fl, Sax.

 Adax Dörsam

Gitarre uvm. 

Franz Jürgen Dörsam

Fagott

Erschienen bei Ring Musik

Rec.: Laukas Tonstudio und A.D.AX Studio

mit spannenden Gästen und meisterlich gemastert von

Lopazz lopazz@mixmastering.de 

und die genialen Fotos von

http://b7ue.com

Die neue CD von 

Martin Meinschäfer "

"Wer hat, der hat !"

Die neue CD von 

Joana 

"Tun wir was dazu"

Die aktuelle Doppel CD

von

Les Primitifs

Die neue CD des genialen Produzenten Keyboarder und Pianisten

Markus Wagner

"makoulé – cycle one"

Vocals:

Annette Kienzle-Ehrlich 

Marion La Marché

Birk Bonsen

John Keenan

Guitar

Ralf Blaschke

Saxophon

Matthias Dörsam.

Drums:

Matthias Wagner

Keyboards, Bass, Electronic Drums, Loops, Effekte, Composer, Arranger, Pruduction: 

Markus Wagner  

Recorded @

„tukan tonstudio“

www.makoule.com

Die neue CD von

Waiting for Frank

"Patchwork"

im Laukas Tonstudio aufgenommen.... 

Fin de Siglo

Rainer Michel

Korridor Orchester


Rainer Michel, Git/Luigin/Böhmat/

Geigenbaum/Comp.  

Martin Wagner, Akkordeon Matthias Dörsam, Klarinette/ Querflöte/ Saxophon

Raphael Zweifel, Cello

Gregor Praml, Kontrabass  

Lei Cheng, Violine  

Tianshu Jin, Violine/ Viola  Karina Japarova, Violine 

Er war nicht nur mein Lehrer, er war auch als Mensch ein echtes Vorbild....R.I.P. Andy

 

Neue Züricher Zeitung 27.11.2019

Die Form folgt dem Gefühl

Zum Tod des Schweizer

Jazzsaxofonisten

Andy Scherrer

Andy Scherrer war einer der bedeutendsten Saxofonisten des europäischen Jazz.

 

Die Emotion trug ihn durch die Musik, sein durchdringender Sound war gesättigt mit Gefühl. Wenn sich Andy Scherrer auf der Bühne aufstellte, aufrecht und beherrscht, den Kopf leicht genickt und das Saxofon zur Seite geneigt, sprach aus der magistralen Statur die reine Konzentration. Nichts sollte den expressiven Fluss hemmen, der sich bald in sanguinischen Momenten, bald in melancholischer Einkehr manifestierte.

Doch Andy Scherrers Musikalität erschöpfte sich nicht im impulsiven Ausdruck. Vielmehr schaffte er es, scheinbare Gegensätze zu überwinden und das Lyrische mit musikalischer Logik, die Ekstase durch Weitsicht zu formen. So konnte man an seiner inspirierten Improvisation die unverwüstliche Vitalität ebenso rühmen wie seine eindrückliche Reife.

Amerikanische Vorbilder

1946 geboren im toggenburgischen Brunnadern, wuchs Andy Scherrer in Glarus auf, bevor er Basel zu seiner Wahlheimat machte. Mit fünfzehn Jahren brachte er sich autodidaktisch das Saxofonspiel bei; 12 Jahre später erst nahm er klassischen Saxofonunterricht bei Ivan Roth in Basel, um sich schliesslich für die Swiss Jazz School in Bern anzumelden.

Seine bedeutendsten Lehrer aber waren die stilbildenden amerikanischen Saxofonisten der fünfziger und sechziger Jahre – namentlich Joe Henderson, John Coltrane und Wayne Shorter. Man kann nicht sagen, Andy Scherrer habe sich auf die Schultern dieser Idole gestellt, um über ihren Horizont hinauszublicken. Vielmehr hat er ihre Errungenschaften – etwa die harmonischen Erweiterungen, die modale Improvisation, das Spiel in «Sheets» – verinnerlicht, um daraus die eigene Phantasie zu speisen.

 

Andy Scherrer zählte seit den siebziger Jahren zu den bedeutendsten Jazzmusikern der Schweiz und Europas. Er stand mit internationalen Stars wie Mel Lewis, Cedar Walton, Abdullah Ibrahim und Bill Carrothers auf der Bühne. Und er profilierte sich in Bands wie den Hot Mallets des Basler Bassisten Isla Eckinger, im Sextett Magog des Zürcher Pianisten Klaus Koenig, in George Gruntz’ Concert Jazz Band oder in Mathias Rüeggs Vienna Jazz Orchestra.

 
IFrame

Dass er erst im Alter von 53 Jahren ein Album unter seinem Namen herausbrachte, spricht wohl für Andy Scherrers Zurückhaltung. Und wenn er in seiner Musik eigentlich stets amerikanische Traditionen pflegte und weder einen eminent europäischen noch schweizerischen Tonfall suchte, so war er doch geprägt von helvetischer Bescheidenheit. Diese mochte zwar den internationalen Erfolg etwas hemmen. Dafür verhalf sie dem grossen Tenor- und Sopransaxofonisten, der auch als Pianist überzeugte, zu einer künstlerischen Prägnanz, die alles Prahlerische, Effekthascherische hinter sich liess.

Der einflussreiche Pädagoge

Die Bedeutung Andy Scherrers für den Schweizer Jazz ist nicht hoch genug einzuschätzen. Dabei wirkte er nicht nur als wegweisender Instrumentalist, sondern auch als Lehrer. Von 1975 bis 2011 war er an der Swiss Jazz School in Bern tätig, die er einst selber besucht hatte. Generationen von Schweizer Jazzsaxofonisten gingen zu ihm in den Unterricht.

Später hat sich Andy Scherrer verdient gemacht um die jüngere Szene, indem er sich für zahlreiche Projekte engagieren liess. In Erinnerung bleibt zum Beispiel das Quartett seines Schülers Donat Fisch, das ihn vor Jahren zu Höhenflügen animierte. So konnte er begeistern, wo immer er sich als Sideman in Stellung brachte. Aber was heisst schon Sideman im Falle des Schweizer Saxofon-«Colossus», der mit seinem beherzten Sound stets den musikalischen Mittelpunkt markierte? – Am Montag ist er im Alter von 73 Jahren nach längerer Krankheit gestorben.

Und schon wieder ist einer meiner Lehrmeister gegangen:

Mein Klarinettenprofessor

an der Musikhochschule Mannheim

Bild: Blüthner

Mannheimer Morgen 07.12.2019

LUDWIGSHAFEN

MUSIK

Trauer um Hans Pfeifer

Ludwigshafen. Als Leiter des Jugendblasorchesters Ludwigshafen wirkte er ebenso jahrzehntelang wie als Dozent der Mannheimer Musikhochschule. Hans Pfeifer (Bild) ist im Alter von 85 Jahren gestorben. Der Maudacher hatte 1969 das Jugendblasorchester des Heuss-Gymnasiums gegründet, aus dem das städtische Jugendblasorchester hervorging. Der frühere Soloklarinettist der Staatsphilharmonie war ab 1980 an der Hochschule tätig und wurde mit dem Bundesverdienstkreuz und Maximilianstaler der Stadt geehrt. Er wird am Freitag, 13. Dezember, 12 Uhr, auf dem Maudacher Friedhof beerdigt.(Bild: Blüthner)                  Der Wikipedia Link zu Hans Pfeifer

Studiobühne Austellung             Horst Janssen 

Der 1929 in Hamburg geborene Ausnahmekünstler, gilt mit seinen Zeichnungen, Aquarellen, Gouachen, Radierungen, Holzschnitten und Lithographien als einer der herausragendsten und produktivsten Zeichner und Grafiker des 20. Jahrhunderts.
Er verfasste Aufsätze, Traktate, Kurzgeschichten und schuf Plakate, viele davon sin im „Horst-Janssen-Museum“ in Oldenburg zu sehen.
Klaus Ruhr stellt hier eine Reihe bekannter Plakate

- sämtlich original signiert - aus.
Durch Auflösung der Sammlung stehen die Plakate zum Verkauf.

....Besucher seit 12.07.2018

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© Matthias Dörsam