Matthias Dörsam - Komponist - Saxophone - Klarinetten - Flöten - Laukas Tonstudio - Studiobühne
Matthias Dörsam - Komponist - Saxophone - Klarinetten - Flöten - Laukas Tonstudio - Studiobühne

Pressestimmen ab 2021

               STUDIOBÜHNE                          
Odenwälder Zeitung | WESCHTAL | 05.03.2024

STUDIOBÜHNE 

Odenwälder Zeitung 17.02.2024

Die Musik trägt die Bilder im Kopf

 

Superfro - Studiobühne 15.02.2024

STUDIOBÜHNE 

Odenwälder Zeitung 02.02.2024

 

"Amour Fou" mit Raffinesse

Von Angela Mahmoud

 

Les Voisins - Studiobühne 25.01.2024

STUDIOBÜHNE
Odenwälder Zeitung 12.01.2024
STUDIOBÜHNE
Odenwälder Zeitung 16.12.2023
Studiobühne

Die SISA Brothers elektrisieren in Fürth

Die vier "Brüder" im Geiste und ihre Verstärkung geben in der Studiobühne Fürth eine mitreißende Vorstellung.

STUDIOBÜHNE 

Odenwälder Zeitung, 25.11.23 

Eine ungewöhnlich instrumentierte Klangreise

Von Udo Fritz

zum Konzert:

Studiobühne 23.11.2023

Stephanie Wagner & Norbert Dömling

Flute'n'Bass

STUDIOBÜHNE 
WNOZ I Odenwälder Zeitung | WESCHTAL | 31.10.2023
Fürth, 27.10.2023
Von Udo Fritz

Studiobühne: Die französisch-deutsche Formation

„Jean-Philippe-Bordier-Quartett“

 

Sonntag, 29. Oktober 2023

Nationaltheater Mannheim, Altes Kino Franklin

Terri Lyne Carrington: Seen / Unseen

Besetzung

Terri Lyne Carrington : dr, Bandleader
Mickalene Thomas : visuals
Edmar Colon : Conductor
Val Jeanty : Dj, perc
Simon Moullier : vibraphone, marimba
Orrin Evans : p
Christiana Hunt : dancer
Joe Sanders : b
Elena Pinderhughes : fl
Grégoire Maret : harmonica

Streichquartett 

Bläserquartett:

Matthias Dörsam, Clar, Basscl.

Johannes Kral, Tenor, Altosax

Stephan Kirsch, Trombone

Theodor, French Horn

STUDIOBÜHNE 

Studiobühne Konzert

Frédéric Rabold und seine Crew begeistern in Fürth

Die Studiobühne Fürth erlebt einen Konzertabend der Extraklasse.

Mit stilistischen Ausflügen und instrumentalen Besonderheiten.

 

Odenwälder Zeitung 22.09.2023

 
von Margit Raven

Rodgau Monotones feiern in Hanau 45-Jähriges und gedenken „Ray“

Offenbacher Post Stand:

Die Rodgau Monotones spielten ein begeisterndes Jubiläumskonzert, bei dem Band und Zuschauer des verstorbenen Gitarristen Raimund Salg gedachten. © REINHARD PAUL

 

Das Konzert zu ihrem 45. Bühnenjubiläum bescherte den 3000 Zuschauern im Hanauer Amphitheater einen grandiosen Abend. Es war ebenso ein eindrucksvolles Gedenken an den verstorbenen Gitarrisen Raimund Salg.

Hanau - „Ich geh nie mehr zu den Rodgaus, den Scheißdreck hältste ja im Kopp nicht aus – es ist zu laut“: Diese Textzeile aus dem Lied „Schade schade schade“ von ihrer zweiten LP „Fluchtpunkt Dutenhofen“ haben sich rund 3000 Menschen am Samstag nicht zu Herzen genommen. Welch fantastischer Abend, den die Rodgau Monotones zum 45-jährigen Bühnenjubiläum vorbereitet hatten. Ein proppenvolles Amphitheater, bestens gelaunte Gäste, die beinahe jedes Lied mitsingen konnten.

Angefangen hat das rund dreieinhalbstündige Konzert – zum Leidwesen des Gastronomen ohne Pause – mit dem Mercury Blues von David Lindley. Ein Song aus der Urzeit, als die Monotones teilweise noch als ZZ Top-Coverband auftraten.

Aber es kam dann mit dem „Syph Sultan“ gleich der erste Mitgröhler aus der ersten LP „Wollt ihr Musik oder was“. Diese beiden Scheiben aus den Jahren 1982 und 1983 begründeten den Kultstatus der Hessen-Rocker hier in der Region.

Wir machen das auch für Ray“

Egal, wo sie auftraten – auf der Hansa-Bühne in Erlensee oder im Druckhaus in Steinheim – die Bude war voll. „Püppi“, die Lebensgefährtin des wieder erröteten Barons Peter „Osti“ Osterwold: „Die Hansa-Bühne haben wir verzweifelt gesucht, erst, als wir ein Korso von Enten und VW Käfern sahen, sagte ich: Fahr hinterher, die wollen zu unserem Konzert.“ Und so war dieser Abend wieder einmal ein großes Familientreffen mit lauter und geiler Musik. Zum ersten Mal seit 45 Jahren ohne Gitarrist und Gründungsmitglied Raimund „Ray“ Salg, der vor Kurzem leider verstorben ist (wir berichteten). Das Jubiläumskonzert stand auf der Kippe.

Doch der Tod ihres Gitarristen ließ die Band zusammen rücken. „Wir machen das auch für Ray“, so Osti. Und es wurde ein eindrucksvolles Gedenken. Henni Nachtsheim, Mob Böttcher (der ehemalige Drummer, der vor drei Jahren wegen Tinnitus aufhören musste), Olaf Mill und Seppl Niemeier von Flatsch, Guildo Horn, ein überragender Max Mutzke, Andreas Kümmert und Stefan Stoppok sowie vier Gast-Gitarristen bevölkerten nach und nach die Bühne. „Babbel net so viel, wir haben noch viel vor“: Ali Neander, der musikalische Kopf der Gruppe hielt die Truppe atemlos.

Beeindruckend, was Osti mit seinen 73 Jahren immer noch seinen Stimmbändern entlockte. Die Band, einstmals von Wolfgang Niedecken (BAP) als brachialste Band Deutschlands bezeichnet, haute ein musikalisches Feuerwerk heraus – und die Arme der Fans kannten nur eine Richtung: ab in die Lüfte. Die Luft war angereichert mit der Explosivität, die von der Bühne abgefeuert wurde.

Prominente Sänger wirken mit

„Ei guude wie“, „Kleiner Pirat“, „St. Tropez bei uns am Baggersee“ – die Stimmbänder der Fans wurden malträtiert. Aber auch die wunderbaren, ruhigeren Nummern wie „Is nur Kino“, wundervoll von Ostis kongenialer Bühnenpartnerin Kerstin Pfau gesungen, begeisterten. „Rodgau State of mine“ intonierte Max Mutzke mit einer unglaublichen Stimme, und Guildo fand natürlich Schlager toll und ebenso, dass es Wunder immer wieder gibt.

Zwei Wochen lang war mit den Gastmusikern intensiv geprobt worden, die letzte Woche vor dem Auftritt täglich. Und die Gastsänger probten am Nachmittag mit der Band beim Soundcheck noch einmal. Schließlich sollte ja alles passen. Und das hat es bei Gott: Die Monotones begeisterten, bewegten, sie berührten die Herzen ihrer Fans. Die Hoffnung, dass es auch eine „goldene Hochzeit“ geben wird, ist nach diesem Konzert im Amphitheater groß.

Hoffnung auf weitere Bühnenjahre

Püppi meinte: „Der allgemeine Tenor war vor dem Auftritt: Wir warten das Konzert noch mal ab, und dann entscheiden sie, ob sie weiter machen oder nicht. Ich glaube aber sehr fest daran, dass nach diesem denkwürdigen Abend genug Energie fürs Weitermachen da ist.“

Für die Fans wäre es sowieso unvorstellbar, wenn ihre Hauskapelle nicht mehr live auftreten würde. „Ich hab" sie schon in Großauheim auf dem Rochusmarkt auf der Straße gesehen, im Olof-Palme-Haus und bei vielen anderen Veranstaltungen“, so Fan Karsten Roy aus Steinheim. „Ein Leben ohne die Rodgaus ist zwar möglich aber nicht vorstellbar“. Und auch Thorsten Noczinski aus Steinheim blies in das gleiche Horn. „Was für ein unfassbar geiler Abend!“

Von Reinhard Paul

Wie der Jazz in den Odenwald kommt

 

Odenwäder Zeutung 26.08.2023

 

Studiobühne: Indem er Hochkaräter dieses Genres nach Fürth holt, arbeitet Mattl Dörsam auch Jugenderlebnisse auf. Auf diesen Musikstil will er das Programm aber nicht beschränken

 

Von Wolfgang Arnold

Er betreibt seit anderthalb Jahrzehnten den Raum für Kultur in Fürth: Matthias „Mattl“ Dörsam. Archivbild: Michael Kochendörfer 

 

Fürth. Er hat den Jazz nach Fürth gebracht: Das ist zwar etwas überspitzt formuliert, hat in Bezug auf Matthias „Mattl“ Dörsam aber einen realen Hintergrund. Der Betreiber der Studiobühne – des kleinen, aber feinen Raums für Kultur in der Weschnitztalgemeinde – holt seit 15 Jahren immer wieder Größen dieser Musikrichtung dorthin. Und diese finden regelmäßig ein sehr offenes Publikum vor, das dies goutiert.

Damit arbeitet der Fürther Musiker auch etwas aus seiner Jugend auf, wie er im Gespräch mit der OZ-Redaktion schmunzelnd anmerkt: „Als musikinteressierter und -spielender Junge wollte ich wissen, wie Jazz funktioniert. Aber der war im Odenwald nicht präsent“, erinnert er sich. Die hiesige Musikszene war zwar schon immer breit und voller interessanter Bands und Locations, weiß er. Aber an einer Stelle klaffte in seiner Kindheit und Jugend eine Lü>Heute kommen Stadtmenschen nach Fürth, um hochkarätigen Jazz live zu erleben. Aber: „Ich will auch keinen reinen Jazz-Laden betreiben“, sagt Dörsam. Und deshalb stehen im Herbst- und Winterprogramm der Studiobühne auch wieder Bands und Künstler unterschiedlicher Genres. Eines haben sie alle gemeinsam: Sie sind hochkarätige Vertreter ihres Fachs. Dass sie nach Fürth kommen, das ist in großen Teilen Dörsams eigener Reputation zu verdanken. Als begnadeter Musiker und auch als Produzent ist er in der Szene vernetzt, bekannt und geschätzt. Mancher Gig von Hochkarätern in der Studiobühne ist quasi ein Freundschaftsbesuch.

Gleichwohl will Mattl Dörsam den Künstlern eine angemessene Gage zahlen. Und da ist er auf die Eintrittsgelder angewiesen. Gerade für Abende mit einem „speziellen“ musikalischen Angebot, das eigentlich nur Kenner direkt anspricht, macht das dem Studiobühnen-Betreiber manchmal im Vorfeld etwas Kopfzerbrechen. Aber auch solche Konzerte werden von den treuen Gästen im Fürther „Kultur-Wohnzimmer“ immer wieder angenommen. „Die Leute kommen her, weil sie mir vertrauen“, hat Dörsam erkannt. Denn wer auf der Studiobühne steht, der bringt Qualität mit. Das hat sich herumgesprochen.

Ein Jazz-Urgestein kommt

Und das ist im Programm für die zweite Jahreshälfte 2023 nicht anders. Gleich am ersten Abend kommt ein „Urgestein der deutschen Jazzgeschichte“, wie Dörsam sagt, zum Zug: Frédéric Rabold. „Das sind für mich Jugenderinnerungen“, sagt der Fürther über den 1944 in Paris geborenen Trompeter, Komponisten und Bandleader. Der kommt am 21. September mit seiner Crew nach Fürth, sprich mit seiner Band – gespickt mit hochkarätigen Namen.

Einer davon ist Fritz Heieck. Mit ihm verbindet Mattl Dörsam eine lange Freundschaft. „Wir haben früher viel Musik zusammen gemacht“, erzählt er. Dann zog Heieck aus der Region weg, die beiden verloren sich aus den Augen. Bis Dörsam 2021 die Idee hatte, in der Studiobühne regelmäßig – einmal im Monat – Jamsessions zu veranstalten. „Den Leuten nach den ersten Lockdowns mal wieder die Chance geben, auf die Bühne zu gehen“, war seine Intention dabei. Und auch, sein Haus wieder mit etwas Leben zu füllen.

Eine offene Bühne für Musiker – und Heieck, der jetzt in Mörlenbach wohnt, war plötzlich wieder mittendrin. Er ist inzwischen quasi der Koordinator dieser Abende, sagt Dörsam. Die Jamsessions haben sich längst zu einer Institution in der Studiobühne entwickelt. „Es sind immer einige Musiker da“, berichtet er. Daraus entwickeln sich auch neue Kontakte, die Szene vernetzt sich weiter. Auch Publikum ist dabei übrigens willkommen.

Nachholbedarf

Mit Gitarrist Jean-Philippe-Bordier und seinem Quartett kehrt ein alter Bekannter in die Studiobühne zurück. Archivbild: Marco Schilling 

 

Das gilt natürlich auch am 25. Oktober, wenn mit Jean-Philippe Bordier ein alter Bekannter zurück in die Studiobühne kommt. Zum zweiten Mal hat der Pariser Gitarrist seine Quartett-Besetzung dabei. Ein Konzert, das schon viel früher geplant war – bis Corona die Kultur zum Erliegen brachte, zumindest was die Live-Auftritte anbelangt. „Ich möchte gerne alle Konzerte nachholen, die abgesagt werden mussten“, sagt Dörsam. Und wird dann nachdenklich. Denn tatsächlich sind manche der Künstler, die in den vergangenen Jahren in die Studiobühne hätten kommen sollen, nicht mehr am Leben. Umso mehr setzt der Veranstalter daran, alles, was möglich ist, nachzuholen. Deshalb ist auch der Terminkalender für 2024 in der Studiobühne schon gefüllt mit einigen klangvollen Namen: Superfro steht auf dem Zettel, Stefan Zimmermanns „4 to play“, das Duo „The Art of Song“ und die Band Blu – es werden noch mehr werden.

Seltene Instrumentierungen

Doch zurück ins aktuelle Jahr: Am 23. November gibt sich der nächste „alte Bekannte“ die Ehre: Bassist Norbert Dömling. Zu hören sein wird allerdings etwas völlig Neues – und sehr Spannendes. Unter dem Namen „Flute ’n’ Bass“ bildet er mit der begnadeten Flötistin Stephanie Wagner ein Duo, bei dem er selbst den Kontrabass spielt. Eine seltene instrumentale Mischung, die Neugierde weckt. Bluesiger und souliger wird es am 14. Dezember werden. Dann spielen die SISA-Brothers in der Studiobühne zum Abschluss des Jahresprogramms. Teile der Besetzung gehören zur renommierten Elville Blues Band.

Und auch zu diesen Musikern hat Mattl Dörsam enge Verbindungen: Bei Plattenaufnahmen war er bereits mit ihnen im Studio. „Sie haben einen sehr weit gefassten Begriff vom Blues“, weiß er. Und er freut sich insbesondere auf den „Special Guest“ an diesem Dezember-Abend: Sänger Blacky P. Schwarz ist nach anderthalb Jahrzehnten in Hamburg wieder zurück in der Region.

Es gibt also einige Wiedersehen, manche Premiere und – vor allem – jede Menge gute Musik im Herbst und Winter in der Fürther Studiobühne. Das wird sicher wieder ein breites Publikum anlocken und auch Musikinteressierte, die sich vielleicht an anderer Stelle nicht für den Besuch eines Jazzkonzertes entscheiden würden. So bringt Mattl Dörsam immer wieder Menschen mit dieser Musik in Berührung – Mission erfüllt. 

Odenwälder Zeitung 13.05.2023
Studiobühne: Das Trio 3D gibt Spontankonzert - und feiert damit Premiere 
STUDIOBÜHNE 
Der Klangkosmos der Wale
Odenwälder Zeitung - FÜRTH, 22.04.2023
Das Trio Piazzolla beeindruckt mit einem außergewöhnlichen Werk – und unterhält auch ansonsten prächtigOdenwälder Zeitung 

Do. 02.03.2023,19:30

Werner Acker´s Roots Quintett feat. Matthias Dörsam
Matthias Dörsam, R. Scheithauer, Seb. Schuster, H.Wachter, W. Acker

Heilbronn, Altes Theater Heilbronn-Sontheim, 

Jazzclub Cave 61, Heilbronn

25.02.2023 Händel Festspiele - Jazz Nights 

Anne-Sophie Bereuter (Violine und Gesang) - Matthias Dörsam (Woodwinds)

Nina Kazourian (Viola und Gesang) - Alistair Duncan (Posaune)

Konrad Hinsken (Klavier/Keys) - Paul Lapp (Bass) - Marco Dalbon (Percussion/Drums) - Badisches Staatstheate Karlruhe

STUDIOBÜHNE 
Odenwälder Zeitung FÜRTH, 21.01.2023
Das Ali Neander Organ Quartet beeindruckt das Publikum in der Fürther Studiobühne nachhaltig.
Fürths kulturelles Wohnzimmer füllt sich
Odenwälder Zeitung - FÜRTH, 29.12.2022
Das Programm für das erste Halbjahr 2023 in der Studiobühne steht – Hochkarätige Musiker geben sich bei Matthias Dörsam ein Stelldichein.
Sie machen am 19. Januar den Anfang in einem dicht gedrängten Halbjahresprogramm in der Fürther Studiobühne: das Ali-Neander-Organ-Quartet, eine hochkarätig besetzte „Allstar-Band“ mit der Sängerin Caro Trischler um den Namensgeber Ali Neander. Bild: Gerald Schilling
Das Programm für das erste Halbjahr 2023 in der Studiobühne steht - Hochkarätige Musiker geben sich bei Matthias Dörsam ein Stelldichein.

 

Fürth. Sie gilt als das kulturelle Wohnzimmer Fürths schlechthin: „Mattls Studiobühne“ in der Fahrenbacher Straße 22. Hier trafen und treffen sich das Jahr über renommierte, von der Fachwelt hochgelobte Musikerinnen und Musiker mit einem ausgewählten Kreis an Zuhörern. Die Studiobühne umfasst „nur“ 54 bequeme Sitzplätze aus Stühlen an runden Tischen, an Sesseln an den Wänden, von wo sich das Geschehen auf der Bühne komfortabel verfolgen lässt.

Das sorgt für die stets gute und mitreißende Atmosphäre im gesamten Raum, buchstäblich vom ersten Ton an, nach der Begrüßung mit launigen Worten vom Hausherrn Matthias Dörsam selbst, wenn seine Freunde aus der Musikerwelt loslegen. Für das erste Halbjahr 2023 hat Dörsam dank seiner guten Kontakte wieder ein viele Musik-Genres umfassendes Angebot aus Jazz, Klassik, Instrumental- und Gesangsstücken zusammengestellt, auch aus der populären Welt, für jeden Monat eines, von Januar bis Juni.

In der Coronazeit war das Angebot auch in der Studiobühne eingeschränkt. Dörsam versuchte es mit Online-Produktionen, wo die Klickzahlen und die Kommentare quasi die Zuschauerresonanz repräsentierten, mit einer Live-Weinprobe mit Musik oder mit Sonderproduktionen und Filmen, wie der viel beachteten Reihe „What else“. Hier gilt sein Dank auch der Fürther Verwaltung mit Bürgermeister Volker Oehlenschläger und Ordnungsamtsleiter Simon Mager, die mit Beratung und Besuchen vor Ort die Regeln festlegten und dabei halfen, dass Veranstaltungen auch stattfinden konnten.
 Ihnen ist wohl bewusst, welchen Namen sich die Studiobühne nicht nur in Fachkreisen, sondern auch beim Publikum im gesamten Rhein-Neckar-Raum gemacht hat. Dörsam: „Manche haben Fürth erst durch die Studiobühne kennengelernt.“ Das ist durch Dörsams gute Vernetzung in Musikerkreisen möglich. Er ist selbst als begnadeter Saxophonist und Klarinettist Mitglied von überregional bekannten Ensembles. Er ist Teil von Fernseh- und Radioproduktionen.
 Seinen Kollegen kann er als „nicht subventionierte Einrichtung“ immer nur den Erlös aus den Eintrittspreisen zahlen. Sie kommen dennoch gern, legen manchmal in Fürth Station bei ihren Deutschland-Tourneen, auf ihrem Weg von Frankfurt nach Stuttgart ein. So ist Dörsam auch dankbar, dass er sich auf sein Team aus Helfern verlassen kann, die an Kasse und Getränkeausschank die Gäste aufs Beste versorgen; angefangen bei Ehefrau Jana Dörsam, bei Ulrike Hoppe, mit Achim Nörber, Wolfgang Helfert, Petra Hölzl, Kerstin Arnold und Gisela Bormuth. Dankbar ist er auch den Vorverkaufsstellen, den Buchhandlungen in Fürth (am Rathaus) und Rimbach (Lesezimmer) sowie Dieter Hölzer, der mit seiner Kamera quasi eine Chronik der Veranstaltungen in der Studiobühne festhält.

Am 19. Januar geht’s los

Los geht’s bereits am 19. Januar (einem Donnerstag) um 20 Uhr mit dem Ali-Neander-Organ-Quartett. Der Namensgeber, Gitarrist bei den Rodgau Monotones, hat das hochkarätig besetzte Orgeltrio um die Sängerin Caro Trischler erweitert. Ihre Musik ist eine faszinierende Mischung aus Jazz, Soul, Funk, Latin und atmosphärischen Songs.

Von Februar bis Juni, von Monat zu Monat geht’s Schlag auf Schlag weiter. Am Donnerstag, 16. Februar, gastiert „Game of Jones“ in der Studiobühne. Die fünfköpfige Band aus Profis mit Musikern der in der Region bekannten Band Lichtenberg hat sich auf Perlen der Musik spezialisiert. Klassiker als auch selten Gehörtes von Billy Joel, Sting oder Genesis werden von der einzigartigen Stimme des in New York geborenen Sängers Kevin Jones neu interpretiert.

Im März, am 16., kommen Tobias Escher und Thomas Bauser unter dem Motto „Accordeon meets Hammond“ nach Fürth. Swing, Blues, Rock und Bestes von Tom Waits sind angesagt, wenn sich zwei Musiker auf ihren Instrumenten ineinander verschmelzen, sich unkonventionell, spannungsgeladen und erfrischend durch den Abend bewegen.

Am 20. April gastiert das „Trio Piazzolla“ mit Wolfgang Wendel, Martin Bärenz und Norbert Schubach. Ihr Hauptwerk ist das fulminante Trio „Vox Balaenae“ (Die Stimme der Wale) von George Crumb aus dem Jahr 1971. Die Musik des 20. Jahrhunderts kann spannend und ausdrucksvoll und sehr unterhaltsam sein.

Am 11. Mai ist Hausherr Matthias Dörsam mit seinem Partner Christopher Herrmann selbst dran. Die beiden haben sich auf einem Festival in Bulgarien kennengelernt. Mattls Blasinstrumente und Herrmanns Cello lassen sie in „freier Geisteshaltung“ zwischen Spontanem und Arrangiertem im Rahmen Klassischer Musik, Jazz und Improvisation erklingen.

Den Abschluss des Halbjahresreigens in der Studiobühne bildet am 15. Juni das sechsköpfige Ensemble „Balla Balla“. Die Musiker aus drei Nationen verständigen sich in der Sprache der Musik, verständigen sich auf „African Beat“ und High-Life-Music mit lateinamerikanischem Flair, mit Balafon, Bass, Schlagzeug, Percussion und zweiköpfigem Bläsersatz. Da ist einiges los, und das steckt an. mk

Vorverkaufsstellen für alle Veranstaltungen der Studiobühne in der Fahrenbacher Straße 22 sind in der Buchhandlung am Rathaus, Fürth, Hauptstraße 16, Telefon 06253/3661, sowie in Rimbach in der Buchhandlung „Lesezimmer“, Bismarckstraße 17, Telefon 06253/84515, eingerichtet.

Die Konzerte in der Fürther Studiobühne finden im ersten Halbjahr 2023 jeweils donnerstags um 20 Uhr statt

19. Januar: Ali-Neander-Organ-Quartet

16. Februar: Game of Jones

16. März: Tobias Escher & Thomas Bauser

20. April: Trio Piazzolla

11. Mai: Matthias Dörsam & Christopher Herrmann

15. Juni: Balla Balla

Musikalische Spurensuche
Odenwälder Zeitung - FÜRTH, 29.10.2022
Studiobühne Fürth: Am Montag ist dort „Jamsession“

Fürth. „Jamsession“ ist Thema und zugleich Programm beim nächsten Abend der Fürther Studiobühne. Mitwirkende Musiker, teilt Leiter Matthias Dörsam mit, zahlen für den Abend am Montag, 31. Oktober, fünf Euro Eintritt, Besucher zehn, während Musikprofis umsonst dabei sein dürfen. Um 19.30 Uhr geht es los mit dem gemeinsamen Musizieren.

Eine halbe Stunde später, um 20 Uhr, beginnt das Konzert des Miriam Ast-Trios, das für Donnerstag, 17. November, am selben Ort geplant ist. Die Namensgeberin ist für den Gesang zuständig, kleidet in ihre Stimme Folksongs aus verschiedenen europäischen Ländern und begibt sich zugleich auf Spurensuche in die Vergangenheit. Angefangen hatte die junge Vokalistin einst im Bundes-Jugend-Jazzorchester; die Verbindung zur Insel entstand durch ihr Londoner Studium.

Brexit und Volkslieder

Moderner Jazz ist das Motto ihres Konzeptalbums, in das Entwicklungen wie der Brexit, aber auch verschiedene, nationale Strömungen in Großbritannien ebenso eingeflossen sind wie ihre persönliche Besinnung auf gemeinsame, europäische Wurzeln.

Dazu gibt es ganz eigene Volkslieder-Arrangements, außerdem moderne Jazz-Kompositionen und klassische Standards, in eine „frische, moderne Form gebracht“, wie Veranstalter Dörsam ankündigt. Die Sängerin ist nicht allein auf der kleinen Bühne im gemütlichen, an ein Wohnzimmer erinnernden Saal.

Ihr zur Seite stehen Jazz-Pianist Daniel Prandl, außerdem Bassistin Katharina Groß, und Dörsam bemerkt: Miriam Ast zeige „mit dieser für den Jazz eher ungewöhnlichen Besetzung ihren Mut, sich auf neue Wege zu begeben und stilistische Grenzen zu überwinden“. Interessenten sollten sich rechtzeitig Karten besorgen, da die Studiobühne klein sei.

Bereits jetzt steht übrigens auch schon der Jahresabschluss fest: Am Montag, 28. November, wird die Konzertsaison abgerundet durch eine weitere Jamsession, wieder ab 19.30 Uhr. stk

Karten gibt es im Vorverkauf in der Fürther Buchhandlung am Rathaus oder im „Lesezimmer“ in Rimbach. Die Studiobühne in der Fahrenbacher Straße 22 ist im Internet zu finden unter www.matthiasdoersam.de

Einer der bedeutendsten Jazzpianisten
Odenwälder Zeitung - FÜRTH, 01.09.2022
Zur Wiederaufnahme des Konzertbetriebs in der Studiobühne kommt gleich ein ganz Großer der Szene nach Fürth

Die Frankfurt City Blues Band kommt in die Studiobühne zurück.   Archivbild: Philipp Reimer

 

Fürth. Der Konzertbetrieb in der Fürther Studiobühne startet wieder. Und Inhaber Matthias „Mattl“ Dörsam geht gleich in die „Vollen“: In der übernächsten Woche geben gleich zwei hochinteressante Formationen ihre Visitenkarte in der kleinen aber feinen Location ab. Kurzfristig ins Programm gerutscht ist ein echter Hochkaräter: Das Vahagn Hayrapetyan Trio spielt am 12. September (19.30 Uhr) in Fürth. Bereits drei Tage später – am 15. September – steht die Frankfurt City Blues Band auf Studiobühne Studionbühne (20 Uhr). „Ich lebe in der Hoffnung, dass die Kulturinteressierten dann auch wieder in großer Zahl die Konzerte besuchen“, sagte Dörsam. Ein nicht Kulturbetrieb Kultubetrieb wie die Studiobühne könne nur über generierte Eintrittsgelder die Künstler bezahlen.

Jazzpianist, Sänger und Komponist Vahagn Hayrapetyan ist Träger des Titels „Honored Artist of the Republic of Armenia“. Seine ganz eigene und außergewöhnliche Spielweise hat sich über Jahre hinweg entwickelt. Bereits in jungen Jahren vom Jazz begeistert, lernte Vahagn von berühmten Jazzlegenden wie Barry Harris und Frank Hewitt in New York und arbeitete mit unzähligen bekannten Jazzmusikern. In New Orleans nahm er mit diversen Künstlern drei Alben auf.

2010 erschien sein erstes Soloalbum „Singin’ and Swingin“ sowie „Strike up the band“ mit seinem New York-Yerevan-Jazz-Quartett/Quintett. Zusammen mit dem herausragenden russischen Jazzpianisten Daniil Kramer, mit dem er oft zusammen auftrat, nahm er in 2013 sein erstes Duo-Album „Live in Yekaterinburg“ auf. Seit den 1980er ist er der Kopf des „Vahagn Hayrapetyan Trios/Quartetts“. Und seit 1998 ist er Pianist und Keyboarder der weltberühmten „Armenian Navy Band“. Im Jahre 2004 gründete er eine weitere Band, die „Katuner“ („Katzen“).

Neben seiner Karriere als Jazzpianist, arbeitet Vahagn als Lehrer für Jazz im armenischen Yerevan sowie in Syrien, im Iran, Libanon und Jordanien. Er unterrichtet und performt mit Ari Rolland, einem der größten Bassisten der Welt, und seiner Band am „Jazz futures“-Programm mit, das von der amerikanischen Botschaft in Zypern organisiert wird. Außerdem schreibt Vahagn Soundtracks für Kinofilme. Für die Musik in „If Only Everyone“ gewann er den Preis des „Beijing International Movie Festival“. Vahagn hat unzählige Konzerte in der ganzen Welt gegeben, sowohl als Solokünstler als auch mit den unterschiedlichsten Ensembles, darunter viele Jazzgrößen. Sein ganz besonderer Sound und seine außergewöhnlichen Auftritte, mit denen er sein Publikum begeistert, machen ihn zu einem der bedeutendsten Jazzpianisten der Welt.

Frankfurt City Blues Band

Seit 40 Jahren gelingt der Frankfurt City Blues Band der Spagat zwischen authentischen und aufregend neuen Interpretationen. Die Band beeindruckt Traditionalisten als auch Freunde exzentrischer Pop-Musik. Die Band geht dabei ihren eigenen Weg, das Ohr dabei immer an dem musikalischen Nabel der Zeit. Die Musik der Frankfurt City Blues Band ist geprägt von der Ausnahmestimme von August Scheuflers rau, sanft, manchmal auch schrill. Dabei gelingt es den Musikern immer wieder, virtuos neue Akzente zu setzen und gleichzeitig vertraute Gefühle zu wecken.

Weiter im Programm der Studiobühne bleiben die regelmäßigen Jamsessions mit einer offenen Bühne. Nächster Termin ist am Montag, 31. Oktober, um 19.30 Uhr. „Die alte Tradition der Jamsession, bei der jeder der sich berufen fühlt, auf der Bühne sein Bestes zu geben, ist der Urbaustein des Jazz. Alle Größen des Jazz berichten von ausgiebigen Session, bei denen sich das Repertoire und die Kommunikation unter den Musikern entwickelt und sich immer wieder neue Jazzszenen bilden, in immer neuen Besetzungen“, schreibt Matthias Dörsam dazu. Amateure sowie Profis sind willkommen – wobei von dem Beherrschen des Instruments und der Kenntnis des grundlegenden Jazzrepertoirs ausgegangen wird – und natürlich auch ein neugieriges Publikum.

Jazz in seiner Reinform

„Es ist ein besonderes Erlebnis, dabei zu sein, wenn Jazz in seiner Reinform, also ungeprobt und improvisiert, gespielt wird“, so der Studiobühnen-Betreiber. Gespielt werden keine freien Improvisationen, sondern thematisch und harmonisch festgelegte Formen, die auf dem „Great American Songbook“ oder dem in Fachkreisen sogenannten „Realbook“ stammen. Es ist aber auch möglich, über Kinderlieder, Volkslieder oder aktuelle Hits zu improvisieren. Von Dixiland, Swing, Bebop bis zur Moderne sollte alles möglich sein. „Durch die am Abend ständig wechselnden Besetzungen bleibt es immer spannend“, verspricht Dörsam.

Karten im Vorverkauf: Buchhandlung am Rathaus in Fürth; Lesezimmer in Rimbach.

Das Programm

Montag, 12. September, 19.30 Uhr: Vahagn Hayrapetyan Trio

Donnerstag, 12. September, 20 Uhr: Frankfurt City Blues Band; Andreas August Scheufler, Voc.; Achim Farr, Sax, Harp; Tilmann Höhn, Git.; Klaus Bussalb, Bass; Andreas Neubauer, Drums

Montag, 26. September, 19.30 Uhr: Jamsession

Mittwoch, 5. Oktober, 20 Uhr: Lehel‘s Acker Blümlein & Lisa Wilhelm; Jazz, Soul, Blues; Peter Lehel, Sax.; Werner Acker, Git.; Dirk Blümlein, Bass; Lisa Wilhelm, Drums

Montag 31. Oktober, 19.30 Uhr: Jamsession

Donnerstag, 17. November, 20 Uhr: Miriam Ast Trio; Miriam Ast, Vocal; Daniel Prandl, Piano; Katharina Groß, Bass

Montag, 28. November, 19.30 Uhr: Jamsession

STUDIOBÜHNE 
Die City kommt nach Fürth
Odenwälder Zeitung - FÜRTH, 25.06.2022
Studiobühne: Matthias Dörsam lockt für das Herbstprogramm namhafte Formationen und Musiker in die Weschnitztalgemeinde
 

Bild: Dieter Hölzer

Fürth. „Trotz der unglaublichen und menschenverachtenden Dinge, die im Moment auch in Europa für Angst, Schrecken, Schmerz, Leid und Unheil sorgen, dürfen wir die Kraft nicht verlieren.“ Matthias Dörsam, Musiker, Komponist und Betreiber der Studiobühne in der Fahrenbacher Straße in Fürth, macht sich und anderen „in diesen Zeiten“ Mut, will Hoffnung und Zuversicht schöpfen. Dazu gehört auch, dass er seinen kulturellen Aktivitäten weiterhin – wenn nicht gar verstärkt – nachgehen will.

Die Kunst erzählt sich selbst

Mannheimer Morgen 23.02.2022

Martin Vögele

Wenn die Kunst die Zeit verdrängt
Odenwälder Zeitung - 12.02.2022

Live-Musik zum Video: Matthias Dörsam, Kurt Holzkämper und Johannes Stange (von links) in Aktion. Bild: Fritz Kopetzky

Live-Musik zum Video: Matthias Dörsam, Kurt Holzkämper und Johannes Stange (von links) in Aktion. Bild: Fritz Kopetzky
Am dritten „What else …“-Abend erleben Musiker und Gäste ungewöhnliche Phänomene
 

Fürth. Wenn die Zeit plötzlich kein Thema mehr ist, dann hat es die Kunst geschafft, alle Sinne auf sich zu lenken. So geschehen in der Fürther Studiobühne beim dritten Teil der „What else …“-Reihe. Für Musiker und Publikum gleichermaßen überraschend flimmerte unvermittelt der Abspann des ersten 40-minütigen Films über die Leinwand, der an diesem Abend live vertont wurde. „Das waren doch gerade mal 10 Minuten“, entfuhr es Kurt Holzkämper ungläubig.

Der Bassist war Teil des Trios, das dieses Projekt von Matthias Dörsam in dieser Woche vervollständigte – neben Johannes Stange (Trompete/Posaune) und dem Gastgeber (Saxofon/Klarinette/Flöten). Dörsam hat sechs Filme aufgenommen, die an drei Abenden live vor Publikum in der Studiobühne vertont worden sind. Außer ihm hatte keiner der beteiligten Musiker die Videos zuvor gesehen, auch gab es keine musikalische Vorgabe. Improvisationskunst und Spontanität waren also gefragt. Und davon erlebten die Gäste jede Menge.

Den drei Musikern des Abschlussabends war der Spaß daran anzumerken. „Das macht richtig Laune“, kommentierte Stange in der Pause. Auch weil das Trio bestens miteinander harmonierte. Das Publikum erlebte ein spannendes Zusammenspiel mit ungewöhnlicher Instrumentierung. Es war erstaunlich, wie sich beispielsweise Saxofon und Trompete, die beide eigentlich gerne dominierend im Vordergrund erklingen, gegenseitig Raum ließen und in den Improvisationen immer wieder zueinander fanden.

Als großartiges, verbindendes und doch eigenständiges Element erwies sich das Bassspiel Holzkämpers. Mal auf dem Kontrabass – gerne auch mit Bogen –, mal auf dem E-Bass schuf er Fundamente und Linien, die mal alleine trugen, mal die Bläser unterstützten. Mit Synthesizer-Klängen fügte er zudem eine zusätzliche Soundebene ein, die immer wieder für spannende, bereichernde Effekte sorgte.

Neue Perspektiven auf den Alltag

Die zwei Filme des Abends tragen die Titel „Graffitis“ und „Wondering“. Während der erste selbsterklärend ist, steht der zweite für eine recht freie Aneinanderreihung von Motiven aus Natur, Technik und Architektur. Im Gegensatz zu den fünf anderen Videos hat dieses kein Grundthema. „Ich bin bei der Zusammenstellung der Sequenzen meinen Assoziationen gefolgt – es sind manchmal seltsame Gedankengänge“, sagt Dörsam mit einem Schmunzeln. „Wondering“ (wundern) also auch über sich selbst.

Interessant ist das allemal, vor allem, weil es überraschende Perspektiven auf – scheinbar – Alltägliches eröffnet. Etwas, was im Grunde auch für „Graffitis“ gilt. Dörsams so betiteltes Video verdeutlicht, wie allgegenwärtig diese sind. Und es lenkt den Blick auch auf die Ambivalenz dieser Hinterlassenschaften von Sprayern: Mal sind echte Kunstwerke zu sehen, mal einfach nur Schmierereien.

Dörsam hat seine Motive im Alltag gefunden, in dem die Kamera in den vergangenen beiden Jahren sein steter Begleiter war. „Das Fehlen von anderen Engagements hat Raum für solche Projekte eröffnet“, kann der Fürther den Einschränkungen durch die Pandemie auch Positives abgewinnen. Dies gilt natürlich nicht für die finanzielle Seite. Sowohl als Musiker in diversen Bands und Formationen als auch als Veranstalter lagen Dörsams Aktivitäten seit Anfang 2020 weitgehend auf Eis.

Wann in der Studiobühne wieder reguläre Konzerte angeboten werden können, steht in den Sternen. Aktuell können dort gemäß der Coronabestimmungen maximal 30 Gäste unter der 2G-Regel eingelassen werden. Zu wenig, um die Kosten zu decken, erklärt Matthias Dörsam. Für die „What else …“-Reihe hatte er Mittel aus dem Gema-Stipendium „Neustart Kultur“ erhalten. Nur deshalb sei sie umsetzbar gewesen.

Die insgesamt sechs Filme, die mit Hilfe von Matthias Braun (Kamera) und Jürgen Kilian (Recording) in der Studiobühne ihren letzten Schliff und Soundtrack bekommen haben, werden nach und nach auf dem Youtube-Kanal von Matthias Dörsam veröffentlicht. Auf diesem sind auch weitere Filmprojekte des Fürthers aus den Coronajahren zu sehen. arn

Zwei der sechs „What else …“-Filme sind bereits auf dem YouTube-Kanal „Matthias Dörsam“ veröffentlicht worden. Dieser QR-Code führt direkt dahin.

07.02.2022

LES PRIMITIFS 

Ella&Louis, Mannheim

 

Eine schöne Kritik von Martin Vögele im Mannheimer Morgen

... (linke Spalte)

Bilder von Angela Mahmoud

Odenwälder Zeitung, 17.01.2022
Das Auge des Regenbogens schaut beim Schauen zu
David Heintz und Matthias Dörsam vertonen in der Studiobühne zwei weitere selbst produzierte Filme
Bild: Marco Schilling

Fürth. „What else …“ ist der Titel der Veranstaltungsreihe, die der umtriebige Jazzmusiker Matthias „Mattl“ Dörsam vergangenes Jahr ins Leben gerufen hat. Seit Beginn der Pandemie hat sich der Multiinstrumentalist zunehmend in das Medium Film eingearbeitet und verbindet dies nun auf kreative Weise mit seinem musikalischen Schaffen. Jetzt fand der zweite What-else-Abend in seiner Studiobühne statt. „Zeichen“ und „Augen“ waren die Themen der zwei von Dörsam geschaffenen Filme, zu denen er gemeinsam mit Musikerkollege David Heintz auf der Bühne improvisierte.

„Bei Zeichen denkt man ja oft an bedeutungsschwangere Symbole wie den Blitz, der vom Himmel kommt“, erklärt Matthias Dörsam den Impuls, der ihn zur Realisierung des ersten gezeigten Streifens animierte. „Aber sie sind allgegenwärtig. Wir begegnen ihnen ständig im Alltag.“ Was er damit meinte, sind zum Beispiel Verkehrsschilder, Aufkleber, an Türen angebrachte Zettel, die mit Texten oder bildlichen Darstellungen versehen sind und den Menschen damit Botschaften senden.

Die Zeichen des Alltags

Mit Klarinette, Saxophon und Querflöte begleitete Matthias Dörsam seine Filme, griff aber zwischendurch auch mal zu Trommeln, die er mit Schlegel und Drumsticks bearbeitete. „Dieses Mal hatten wir keinen Schlagzeuger dabei“, erklärt Dörsam nach dem Konzert. „Dadurch war der Sound etwas zurückhaltender und wir hatten mehr Möglichkeiten für leisere Klänge.“ Musikerkollege David Heintz griff filigran und dynamisch die Saiten oder strich mit dem Plektrum über diese. So schufen sie gemeinsam Klanggebilde, die oft ruhig und meditativ wirkten, mehrfach jedoch bauten sie Spannungsbögen auf, gewannen an Geschwindigkeit und Dramatik hinzu, ehe sie wieder in ruhigere Gefilde zurückkehrten.

„Signs“, der erste Film, lieferte dazu eine Collage aus zahllosen Schildern unterschiedlichster Art. Es beginnt mit einem Einbahnstraßenschild, gefolgt vom absoluten Halteverbot, versehen mit Pfeil nach rechts. Es ist ein fließender Übergang zwischen den einzelnen Motiven, der den Musikern Flexibilität abverlangt. Das war an diesem Abend vor allem für David Heintz eine Herausforderung, denn er wusste überhaupt nicht, was auf ihn zukam.

„Sie kennen nur das Thema“, so Matthias Dörsam über die Mitmusiker. „Sonst könnten sie sich vorbereiten und dann wäre es keine Improvisation.“ Da hat er es als Schöpfer der Filme natürlich ein bisschen einfacher. Aber Dörsam und Heintz kennen sich seit vielen Jahren. „Wir kommunizieren auf der Bühne blind miteinander.“

Interessante Effekte

Während Matthias Dörsam mit der Klarinette Klänge erschafft, die mysteriös und geheimnisvoll wirken, setzt er beim Saxophon auf heitere und verspieltere Töne. Fast arabisch-orientalisch mutet das Spiel auf der Querflöte an, auf die Dörsam an diesem Abend aber nur selten zurückgreift. David Heintz findet dazu immer den passenden Ton, lässt sein Instrument fast wie eine Oud klingen. Ähnlich wie bei den Bildern ist der Übergang zwischen einzelnen musikalischen Abschnitten sehr fließend, so dass der Zuschauer kaum bemerkt, dass jeder Film von einzelnen Improvisationsstücken unterlegt wird.

Filmisch greift Matthias Dörsam zu interessanten Effekten, lässt beispielsweise Aufnahmen flimmern, so dass sich der Zuschauer an alte VHS-Kassetten erinnert fühlt. Farbverfremdungen und Schwarz-Weiß-Optik gehören ebenso zur Trickkiste des frisch gebackenen Filmemachers, der für sein What-else-Projekt eine GEMA-Föderung aus dem Zukunftsprogramm „Neustart“ ergattern konnte.

„Die Filme haben kein Thema“, versichert er. Die Schilder, die er zeigt, stammten aus verschiedenen Ländern, darunter Frankreich und Tschechien. Humoristisch wirken Rechtschreibfehler auf Zetteln und witzige Sprüche, die der Musiker auf Urlaubsreisen mit der Kamera eingefangen hat. Auch ein paar Graffiti werden präsentiert. Hin und wieder erlaubt er sich einen Spaß und lässt zum Beispiel die Figur eines Kindes aus einem Verkehrsschild hinauslaufen oder er baut Schilder mit abnehmenden Entfernungsangaben ein, um einen Spannungsbogen aufzubauen.

Stimmungen der Natur

Sehr von Naturstimmungen ist der zweite Film „The Eye“ geprägt. Inspiration war ein kräftiger Regenbogen über Dörsams Heimatort Fürth, den er zufällig fotografierte. „Regenbogen und Horizont ergaben zusammen die Form eines Auges.“ Dazu kopierte er eine blaue Iris hinein und das Auge war perfekt. Meereswellen, Wolken, Wanderungen bei Schneetreiben im Wald sowie Landschaften im Dämmerlicht fügte er zu einem harmonischen Gesamtwerk zusammen – und über allen Landschaften erscheint immer wieder das blaue Regenbogenauge.

„Der Gedanke ist, dass man beim Schauen beobachtet wird und damit gedanklich in das Geschehen eintaucht, also ein Teil des Bildes ist“, beschreibt Dörsam seine Intention bei der Arbeit am Film. „Es wird dadurch die Position des Betrachters mit der des Teilnehmenden vermischt.“

„Ich interessiere mich schon lange für das Filmemachen. Aber ohne Corona hätte ich vermutlich nie die Zeit dafür gehabt“, bekennt er offen. Sechs Filme produziert er im Rahmen des What-else-Projekts. Pro Abend werden zwei davon vor Publikum live vertont. Der erste Abend fand im Dezember statt. Die Filme fünf und sechs stehen am 9. Februar an. Thema für den fünften Film werden Graffiti sein. „Ein zweites fehlt mir noch, da muss ich mir was überlegen“, gesteht Dörsam. Aber er hat ja noch ein bisschen Zeit zum Improvisieren. pas

Die Rheinpfalz Nr. 251       KULTUR REGIONAL       Donnerstag 28. Oktober 2021

Drei Formen der Kunst werden eins
Matthias Dörsam lässt im Film Musik, Bildhauerei sowie Schriftstellerei verschmelzen
Odenwälder Zeitung 28.12.2021

Der Dichter Ralf Dutli bei der Lesung seiner Texte. Er wurde in dieser Szene mit Aufnahmen von Plastiken Martin Hintenlangs zusammengeschnitten, um eine mehrdimensionale Wirkung zu erzielen und die verschiedenen Kunstrichtungen zusammenzuführen. Bild: Matthias Dörsam

 

 

Fürth. Ein hämmernder Bildhauer, ein rezitierender Dichter und ein Musiker an seinen Instrumenten: In Matthias Dörsams neuem Film „Stein – Wort – Musik“ werden Künste unterschiedlicher Art auf innovative Weise zu einem Gesamtwerk synthetisiert. Dafür arbeitete der Fürther Musiker, Produzent und Veranstalter mit dem preisgekrönten Schweizer Schriftsteller und Lyriker Ralf Dutli sowie dem international bekannten Bildhauer Martin Hintenlang aus Abtsteinach zusammen. Die Hessische Kulturstiftung unterstützte seine Arbeit mit einem Stipendium in Höhe von 2500 Euro, mit denen die Kosten jedoch nicht hätten gedeckt werden können.

„Ich habe den Film aus Spaß gemacht. Finanziell ist das Humbug“, sagt Dörsam augenzwinkernd. „Der Künstler hat etwas im Kopf, das er dann in die Realität umsetzt“, erklärt er den Entstehungsprozess eines neuen Werks bei Kunstschaffenden in einfachen Worten. Die Herangehensweisen seien jedoch von Künstler zu Künstler unterschiedlich. An der Bildhauerei fasziniert ihn besonders das archaische Element: „Das ist Handwerk, Staub und Dreck – trotzdem entsteht daraus sensible Kunst.“

Auch der Musiker sei ein Handwerker, der seine Fähigkeiten am Instrument erlernen und regelmäßig schulen müsse. „Es fängt ganz furchtbar an“, beschreibt er den mühsamen Weg, vergleicht den Lernprozess mit Schularbeiten und Hausaufgaben. „Aber nur dann lernst du, über das Handwerkliche irgendwann hinauszugehen und selbst kreativ zu werden.“

Skulpturen rahmen die Verse

Dagegen entfalte sich beim Schreibenden alles in seinen Gedanken und in der Auseinandersetzung mit Literatur und Philosophie – jedenfalls gilt dies für Ralf Dutli. „Ein unglaublich belesener und gebildeter Mensch“, so Matthias Dörsam. Vor vielen Jahren hat er ihn bei einer Lesung musikalisch begleitet. Als er Dutli für sein Filmprojekt anfragte, sei er sofort bereit gewesen, mitzumachen und sich beim Lesen seiner Texte in Dörsams Tonstudio filmen zu lassen. In diesen Texten setzt er sich mit Salz auseinander. Dem kristallinen Würzmittel hat er ganze Reihe von Gedichten gewidmet und sich ihm darin auf facettenreiche Weise angenähert. Unterlegt von der kontemplativ gehaltenen Musik Matthias Dörsams, liest er klar und präzise seine Verse: „Salzige Herzstürme; wer ohne Salz ist, werfe das erste Korn. Wer nie sein Brot mit Salz aufaß, der kennt euch nicht, ihr himmlischen Nächte. Warum sind Tränen salzig, Blut und Schweiß und mehr nicht bittersüß? Was du liebst, zuckere es nicht, besser lieb es, lieb es besser salz’ es und behalt’ es.“

In der Werkstatt und draußen

Gerahmt werden Dutlis Worte von Aufnahmen der Werke Martin Hintenlangs. Matthias Dörsam hat sie sowohl in dessen Werkstatt als auch an Standorten in der Region gefilmt, so etwa die Skulpturen der Sparkassengründer vor dem Sparkassenmuseum in Heppenheim oder ein bewusst unvollendet gelassenes Wasserrad aus Stahl und Plastik, das im Kreisverkehr auf der B 3 in Heppenheim, kurz vor dem Ortsausgang in Richtung Laudenbach, aufgestellt ist. Hinzu kommen kleinere Plastiken wie der „Kuss“ sowie Arbeiten aus Beton.

Eigens komponierte Stücke

Auch der Bildhauer selbst ist im Film zu sehen, während er mit Hammer und Meißel aus einem Stein ein Gesicht herausarbeitet. „Wie die Musik und die anderen Kunstformen zusammenfließen, ist der Wahnsinn“, zeigt sich Matthias Dörsam von der synästhetischen Wirkung der Künste begeistert. Die verschiedenen Kunstformen überlagern und vermischen im Laufe des 46-minütigen Films immer mehr.

Dörsam selbst hat zahlreiche Stücke neu für den Film komponiert, ist für Kamera und Schnitt verantwortlich, hat überdies 13 Instrumente, darunter diverse Saxophone und Flöten, eingespielt. Am Bass wurde er von Maurice Kühn unterstützt.

Die Grenzen erweitern

Immerzu ist Dörsam auf der Suche nach neuen Motiven und Bildern, die er in Filmproduktionen einfließen lassen kann. Die moderne Technik macht es möglich. „Mit den aktuellen Smartphonekameras kann man qualitativ hochwertige Aufnahmen machen.“ Ein großes Archiv hat er angelegt. Egal ob Gegenstände, Gebäude, Landschaften – von Sonnenuntergängen über fließendes Wasser bis zu Stacheldraht hat er schon grundverschiedene Motive gesammelt. „Ich fotografiere und filme sehr viel“, erklärt der umtriebige Musiker – und ergänzt augenzwinkernd: „Manchmal ist die Familie schon etwas genervt, wenn ich unterwegs wieder mal die Kamera zücke.“

Mit seinem mehrdimensionalen Werk möchte er die Menschen einladen, ihre Grenzen zu erweitern und sich auf neue Eindrücke einzulassen. „Die Musik hat eine viel stärkere Wirkung, wenn sie mit Bildern unterlegt ist. Umgekehrt würden auch die einzelnen Bilder eher langweilen – aber im Film wirken sie.“ Zu einfach will er es dem Betrachter aber auch nicht machen: „Kunst soll heute schnell verstehbar sein, dagegen ist die Bereitschaft, sich anzustrengen, eher gering.“ pas

„Stein – Wort – Musik“ ist auf dem You-Tube-Kanal von Matthias Dörsam eingestellt.

Experiment in Bild und Ton
In der Studiobühne wird der Soundtrack für zwei Filme vor Publikum eingespielt
Odenwälder Zeitung 11.12.2021

Fürth. Der Fürther Musiker, Produzent und Veranstalter Matthias „Mattl“ Dörsam hat während den wiederholten Lockdowns und der anhaltenden Auftrittsflaute endgültig sein Faible fürs Filmemachen entdeckt. Angefangen mit der Benefizaktion „Covid 19 follows Amber 575“, über das viel beachtete musikalisch-visuelle Werk „Zwischenzeiten – Between Times“ und das Projekt „Stein – Wort – Musik“ – ,das seit einer Woche auf Dörsams YouTube-Kanal zu sehen ist – mündet dieser Weg jetzt in ein besonderes „Experiment“, das am Donnerstag in der Fürther Studiobühne startete.

Matthias Dörsam hat sechs 40-minütige Filme aufgenommen – ohne Ton. Die ungewöhnliche Idee: Musiker spielen den Soundtrack live vor Publikum ein – in Form einer Improvisation zum laufenden Film. „Das ist sehr spannend“, sagt er kurz vor dem Start am Donnerstagabend. Denn: „Töne kann man nicht mehr zurückholen, wenn sie einmal gespielt sind“, ergänzt Ali Neander.

Der Gitarrist bildete zusammen mit Schlagzeuger Erwin Ditzner und Dörsam (Klarinette, Flöte, Saxophon) das Trio, das am Premierenabend die ersten beiden Filme vertonte. Zwei weitere Sessions für die vier verbleibenden Filme folgen am 13. Januar und am 9. Februar mit wechselnden Besetzungen. Außer Mattl Dörsam hat keiner der Musiker die Filme zuvor gesehen. Daraus bezieht dieses Experiment seinen besonderen Reiz. „Das fordert dich als Musiker mental und körperlich, weil du 40 Minuten lang sehr konzentriert sein und am Ball bleiben musst“, erklärt er.

Zwei weitere Abende

Schnell wird am Donnerstag klar, dass Dörsam mit Ditzner und Neander zwei kongeniale Partner für dieses Wagnis gefunden hat. Von der ersten Sequenz des Auftaktfilmes „Numbers“ an, findet das Trio zueinander, und eine imaginäre Verbindung scheint es durch die insgesamt 80 Minuten bis zum Ende des zweiten Videos „Movements“ zu führen. Es sind das feine Gespür dafür, wann man selbst Akzente setzt und wann man sich zugunsten eines Mitmusikers etwas zurücknimmt sowie das kollektive Wissen um die passenden Tempi und Dynamiken, welche das Ganze tragen.

Intuitiv scheinen die drei Musiker sich in diesem Zusammenspiel zu vereinen, das ohne Vorgaben und Pläne funktioniert. Das klingt über weite Strecken experimentell, scheint immer mal wieder in unterschiedliche Richtungen ausbrechen zu wollen und kreiert zwischenzeitlich auch überraschend melodiöse Passagen. Die Musiker orientieren sich an den Videosequenzen, die vor ihnen auf einem Monitor und hinter ihnen auf einer Leinwand – für das Publikum – laufen. Und auch wenn die Improvisationen größtenteils frei wirken, fügen sich Bilder und Töne an diesem Abend zu einem stimmigen Ganzen.

„Ihr seid direkt bei der Entstehung eines Werkes dabei“, erklärte Dörsam dem Publikum. Dieses war am Donnerstag übersichtlich. Zwar sind derzeit sowieso nur 30 Besucher in der Studiobühne erlaubt, selbst diese kamen aber nicht zusammen. Eine aktuell eher grundsätzliche Zurückhaltung bei Veranstaltungsbesuchen paarte sich da wohl mit dem ungewöhnlichen Format. Den Raum füllten stattdessen Projektions- und Aufnahmegeräte. Matthias Braun übernahm die Kameraführung – denn auch Sequenzen mit der Band sollen in den fertigen Fassungen der Videos zu sehen sein. Jürgen Kilian war für die Tonaufnahmen verantwortlich.

Ein optischer Countdown zu Beginn und zum Ende der Videos – mehr Orientierung gab es für alle Beteiligten dabei nicht. Womit das Thema des ersten Films „Numbers“ angeschnitten ist. In diesem wandern Zahlen aller Art durchs Bild: Uhren, Kalender, Tachometer und vieles mehr bilden ein visuelles Stakkato – auch ein Verweis auf den hektischen, von Messzahlen bestimmten Alltag. Deutlich ruhiger ist der zweite Film des Abends. Der Titel „Movements“ verspricht zwar Bewegung, diese findet Dörsam aber zumeist in der Entspanntheit von sich im leichten Wind bewegenden Blättern oder langsamen Kamerafahrten durch scheinbar endlose Gänge.

Es war ein inspirierender Abend in der Studiobühne, bei dem sich das Publikum gerne auf ungewöhnliche Töne und Bilder einließ und am Ende mit Beifall nicht sparte. Wer es verpasst hat, dem bieten sich noch zwei Gelegenheiten. arn

In der „Zwischenzeit“ wird es kreativ
Musiker, Produzent und Veranstalter „Mattl“ Dörsam hat die Coronapause genutzt
Odenwälder Zeitung 08.06.2021
Matthias Dörsam hofft, bald wieder Veranstaltungen in seiner Fürther Studiobühne anbieten zu können. Archivbild: Michael Kochendörfer
Musiker, Produzent und Veranstalter „Mattl“ Dörsam hat die Coronapause genutzt
 

Fürth. Langweilig ist es Matthias „Mattl“ Dörsam nicht geworden. Obwohl dem Musiker die rund 150 Gigs, die er normalerweise im Jahr hat, seit März 2020 komplett weggebrochen sind. Und obwohl auch in seiner Studiobühne in Fürth seit etlichen Wochen ungewohnte Ruhe herrscht. Widrige Umstände für den umtriebigen Künstler, Produzenten und Veranstalter. Aber der Fürther ist einer, der in allen Situationen das Positive sucht und findet: „Der Vorteil ist, dass man mehr Zeit für den ,eigenen Unsinn‘ hat.“

Und diese Zeit hat Matthias Dörsam genutzt. Das vielleicht bemerkenswerteste Ergebnis ist der Musikfilm mit dem bezeichnenden Titel „Zwischenzeiten – Between Times“, den er komplett alleine aufgenommen und vertont hat (wir haben berichtet). Das fast zweistündige Werk heimst allerbeste Kritiken ein, sowohl was die Musik als auch die Optik betrifft – und natürlich die Symbiose aus beidem.

„Das ist mit das Authentischste, was es von mir je gegeben hat“, sagt Dörsam. Entsprechend intensiv hat ihn das Werk beschäftigt. Dörsam wollte auch handwerklich höchste Qualität schaffen – und das ist ihm mit akribischer Arbeit gelungen. Auch dank des Förderprogramms „Hessen innovativ eröffnen“ der Landes-Kulturstiftung, das ihm die Anschaffung einer professionellen Film-Bearbeitungsausrüstung ermöglichte.

Neues Filmprojekt

„Ein Film über das Thema Zeit: Das hat natürlich gepasst“, so Dörsam. Denn diese schien während der Pandemie plötzlich einen ganz eigenen Rhythmus zu haben – eine völlig neue Bedeutung. Für den Fürther beförderte sie vor allem Kreativität – weil dafür mehr Zeit blieb als während des normalen Musikeralltags.

Und deshalb steckt Dörsam aktuell auch bereits in den Vorbereitungen für sein nächstes Filmprojekt, bei dem er unterschiedlichste Kunstformen interagieren lassen will: Poesie, Bildhauerei und Musik. Mit dabei werden der aus der Schweiz stammende Literat Ralph Dutli und Bildhauer Martin Hintenlang aus Abtsteinach sein. Dörsam selbst wird die Musik beisteuern. „In diesen drei Formen der Kunst ist der Weg zum Ergebnis völlig different – und dennoch gibt es Gemeinsamkeiten“, beschreibt Dörsam den Bogen, den er bei diesem Projekt spannen will. „Bei Zwischenzeiten hatte ich von Beginn an ein klares Bild, wie das Ergebnis aussehen wird. Hier werde ich mich von der Kunst und den Künstlern treiben lassen“, erklärt er seine Herangehensweise.

Sollen die konkreten Arbeiten daran Mitte des Monats beginnen, ist ein weiteres Projekt von Matthias Dörsam während der Coronazeit bereits abgeschlossen: Gemeinsam mit dem befreundeten Gitarristen David Heintz hat der Klarinettist das Album „The Art of Two“ aufgenommen. „Es wird tatsächlich als gute alte Platte auf Vinyl erscheinen“, freut er sich. Aber auch eine Auflage als CD ist geplant.

Noch einige Unwägbarkeiten

Im Herbst wollen Dörsam und Heintz ein Release-Konzert in der Studiobühne geben. Vorzugsweise vor Publikum. Womit das Thema Veranstaltungen in Mattls kleiner (aber feiner) Location in Fürth angeschnitten wäre. Nachdem bis in den Februar zumindest hin und wieder Konzerte via Livestream von dort zu sehen waren, herrscht seitdem Ruhe. „Solche Internet-Aktionen funktionieren nicht mit allen Bands“, erklärt Dörsam. Manche Formationen sind schlicht zu groß, um eine Produktion unter den nötigen Hygienebedingungen durchziehen zu können. „Bei anderen macht es keinen Sinn, sie ohne Publikum spielen zu lassen“, erklärt er. Deshalb hat er auf Livestreams mit den im Frühjahr geplanten Acts verzichtet.

Eines steht für Dörsam aber fest: Sobald es möglich ist, geht es mit Konzerten in der Studiobühne weiter. „Fürth soll nicht noch eine Location verlieren, nachdem es die ,Alte Drogerie‘ nicht mehr gibt – was sehr schade ist“, sagt er. Wann es so weit sein wird, kann er allerdings noch nicht sagen. Eine unbekannte Planungsgröße ist dabei auch die Einreise der internationalen Musiker in Pandemiezeiten.

Und auch die Größe der Studiobühne macht es nicht leichter. „Selbst wenn sich die Coronalage in den nächsten Wochen weiter gut entwickelt, kann ich den Raum bis auf Weiteres maximal halb vollmachen – mit 30 Gästen lässt sich aber ein Konzert nicht finanzieren“, erklärt er. Dörsam kann sich deshalb auch eine Kombination aus (begrenztem) Publikum im Saal und Livestream vorstellen. Immerhin hat sich gezeigt, dass die Musikfreunde bereit sind, auch für das Netzerlebnis einen Obolus zu entrichten. Und auch über die Pandemie hinaus ist für den Fürther dieses Format durchaus interessant: „Es vergrößert die Reichweite.“

Auftritte kommen zurück

Nach dem „auftrittsmäßigen Kahlschlag“ (Dörsam) geht das Bühnenleben für den Musiker langsam, aber sicher wieder los. Zwar werden die Gigs der Rodgau Monotones (bei denen Dörsam das Saxofon spielt) aktuell noch reihenweise verlegt. „Eine so große Band können sich viele Veranstalter bei begrenzter Zuschauerzahl nicht leisten“, erklärt er. Aber beispielsweise mit dem Trio 3D – das Mattl mit seinen Brüdern Adax und Franz-Josef bildet – steht am 25. Juni ein Auftritt im Weinheimer Schlosspark an.

Finanziell ist Matthias Dörsam relativ gut durch die erzwungene „Kunstpause“ gekommen. Das liegt unter anderem daran, dass sein Laukas-Studio in Fürth gut gebucht ist. „Etliche Bands haben die Zeit für Aufnahmen genutzt.“ Auch ein Auftrag für die Musik einer TV-Produktion ist bei ihm eingegangen. „Aber natürlich sind die Einnahmen insgesamt massiv zurückgegangen“, stellt er klar. Geholfen hat die Unterstützung aus staatlichen Programmen. „Ich finde es gut, dass ein Land so etwas hinbekommt“, sagt er.

„Geduldig sein“

Überhaupt will sich der Fürther Musiker nicht in den Kreis der Kritiker staatlicher Coronamaßnahmen einreihen. Als Beispiel nennt er die Impfkampagne: „Deutschland hat sich, anders als beispielsweise die USA oder Großbritannien, solidarisch verhalten – und das ist gut so.“ Nun habe das Impfen auch hier Fahrt aufgenommen – und damit erhöht sich unter anderem die Hoffnung auf Konzerterlebnisse in absehbarer Zeit. „Die Pandemie hat aufgezeigt, was viele Leute verlernt haben: einfach mal anhalten und geduldig sein“, sagt Dörsam.

Den Film „Zwischenzeiten – Between Times“ gibt es auf speziell gestalteten USB-Sticks. Bestellungen sind über den folgenden Link möglich

Jazzmusiker Matthias Dörsam aus Fürth im Odenwald stellt sein neues Multimedia-Projekt
„Zwischenzeiten – Between Times“
fertig
Eine klangliche Reise in die Mitte der Zeit
Mannheimer Morgen - Kultur - 27.04.2021

 

Von Martin Vögele

Fast ist es, als gäbe es in der Mitte dieses Films ein dunkles Gravitationszentrum, das die Zeit, das Licht und den Klang jenseits seiner Ränder einfängt. Der Zuschauer, der zugleich ein Zuhörer und Reisender ist, wird in Dunkelheit und Stille hineingezogen, bis sich tiefe Basstöne erheben, Hörnerklang durch die Unergründlichkeit streift, flatternde Luftverwirbelungen hörbar werden und sich schließlich – langsam und erhaben – Kopf und Arme von Tänzerin Saori Ando aus der völligen Finsternis schälen, deren kraftvoll aufgeladene Bewegungen schließlich in eine rotglühende Naturimpression überblendet werden: ein grandios in Bild und Ton gefasster Schlüsselmoment von Matthias Dörsams Filmprojekt „Zwischenzeiten – Between Times“. Der Jazzmusiker und Komponist aus Fürth im Odenwald setzt sich in seinem neuen, knapp zweistündigen Werk mit der Zeit und dem Zeitempfinden ins visuell-musikalische Benehmen – und hat dafür allerhand hochkarätige Mitstreiter um sich versammelt: Erwin Ditzner und Tommy Baldu am Schlagwerk, Maurice Kühn am Kontrabass, Stephan Kirsch (Posaune und Basstrompete), Tom Schüler (Trompete, Flügelhorn) und Rainer Michel am sogenannten Waterphone. Außer der Nationaltheater-Tänzerin Saori Ando wirkt auch Tanz-Betriebsdirektor Johannes Grube als künstlerischer Unterstützer an der Produktion mit, die Dörsam gleichsam als filmmusikalischer Auteur verwirklicht hat: Für Kamera und Komposition zeichnet der Klarinettist und Saxofonist verantwortlich, der darin viele weitere Instrumente spielt und die im eigenen Laukas Tonstudio aufgenommenen Stücke ebenso wie das synchron erstellte Filmmaterial selbst geschnitten und gemischt hat. Wir können hier die Zeit als Veränderung von Zuständen und Tempi, als fließende Bewegungen im Raum wahrnehmen. Den Eingang in die wortlose Filmwelt bilden die Darstellung eines Zifferblatts und das Ticken einer Uhr. Bald folgt man einem unsichtbaren Protagonisten („Der Läufer“) durch urbanes Terrain und sich wandelnde Landschaften. Die Tiefe der Natur trifft gleichsam auf den Jazz der Großstadt, experimentelle Klangstruktur und feinsinnig Auskomponiertes auf digitale Verfremdung.

Suggestive Bildsprache

Die Bildsprache ist assoziativ und suggestiv – Dörsam arbeitet mit Filtern, langen Einstellungen und Überblendungen. Wobei visuelles und musikalisches Vokabular teils dezidiert aufeinander bezogen sind, teils kontrastreiche Spannungen zueinander aufbauen. Wer kommerzielle Großkinoproduktionen und zugängliche Alltagsmusik bevorzugt, mag sich hiervon befremdet fühlen. Wer aber gern ins Unbekannte reist und erweiterte Sinneseindrücke schätzt, kann hier ein veritables, freischwingend jazzendes Abenteuer erleben. Das von der Hessischen Kulturstiftung geförderte Projekt ist eine Weiterführung von Dörsams letztjährigem Film „covid 19 follows amber 575“. „Zwischenzeiten“ soll im Laufe der kommenden zwei Wochen auf USB-Stick direkt auf der Homepage (www.matthiasdoersam.de) zu erwerben sein.
„Ich probiere, Optimist zu bleiben“
Starkenburger Echo 02.01.2021
Der Fürther Musiker und Betreiber der „Studiobühne“ Matthias Dörsam will sich von Corona nicht unterkriegen lassen
Von Meike Paul

FÜRTH. Als Künstler hat der Fürther Matthias Dörsam viele Gesichter: Er ist Musiker, Komponist, Jazzer, Studioproduzent und Unterhalter der Kleinkunst-„Studiobühne“. Und wie viele seiner Kollegen ist auch Dörsam im Corona-Jahr chronisch unterfordert gewesen.

„Normalerweise habe ich über 140 Auftritte im Jahr. Sie sind nahezu alle ausgefallen“, erklärt der 60-Jährige, der an der Musikhochschule Mannheim und der Swiss Jazz School Bern studiert und zeitlebens sein Geld mit Musik verdient hat. Doch der Künstler lässt sich von der Corona-Pandemie nicht unterkriegen. Er will mit gutem Beispiel vorangehen und Branchen-Kollegen Mut machen. „Ich sehe das als Entschleunigung und ich kann mich gar nicht erinnern, wann ich das letzte Mal ungestört Weihnachten mit meiner Familie verbringen konnte. Das ist auch mal schön. Das ist ein Geschenk.“ Normalerweise jage ein Festtagskonzert das nächste. Das mache auch Spaß, und das fehle aktuell ganz stark. „Aber ich versuche, mich neu zu fokussieren. Ich suche mir Ablenkung und Beschäftigungen“, so der Virtuose an Saxofon, Klarinette und Flöte. Keine leichte Aufgabe, denn „für mich war und ist es immer schwer, die sonst so herrlich belebten und bespielten Veranstaltungsräume nackt und verlassen zu sehen“. Jedes einzelne der abgesagten Konzerte stimmt Dörsam traurig. „Auch, weil es natürlich auch an die Existenzgrundlage für viele von uns Musikern und Kulturschaffenden geht.“

Aktuell probiert sich der 60-Jährige an neuen Musikinstrumenten. Außerdem streamt er Konzerte im Internet. „Mein Schaffenswille ist ungebrochen, ich komponiere viel. Produziere und übe.“ Das sei eine Bewegung, der sich auch andere Kollegen angeschlossen hätten. „Es gibt jede Menge neu geschaffener Musik, sozusagen Corona-Werke.“ Außerdem hat Dörsam einen Film mit Lufthansa-Pilot Paul Depprich produziert. Er zeige die Route von Peking nach Frankfurt – „also genau den Weg des Coronavirus.“ Musikalisch untermalt wurde der Film von über 40 Musikern, er trägt den Titel „Covid-16 follows amber 575“. Aktuell kann er auf der Internet-Plattform „Vimeo“ heruntergeladen werden. „Der Erlös kommt den beteiligten Musikern zugute“, so Dörsam.

Gedanken, die ebenfalls seinen Tag bestimmen, sind: Wie kann Künstlern mit kreativen Ideen durch diese Zeit geholfen werden? Wie können sie Unterstützung erfahren, wie kann ein kulturelles Ersatzprogramm geschaffen werden? „Ohne Almosen. Sondern im Tausch-Geschäft. Darbietung gegen Geld“, erklärt Dörsam. Für die Studiobühne konnten Online-Konzerte organisiert werden. „Das ist zwar nicht dasselbe, wie mit einem Live-Publikum, aber es sahen rund 350 User zu und die Spendebereitschaft war großartig.“ Da der kleine Konzertraum in Fürth sonst nur 60 Plätze bietet, konnten Dörsam und Kollegen ihre Reichweite sogar erweitern. Der Allrounder selbst habe darüber hinaus mehrere Live-Radioshows und Streamingshows für den WDR und NDR gemacht, die aus den großen Sendesälen in Hamburg, Hannover und Köln übertragen wurden. „Auch da unter dem Eindruck gähnende Leere in den schier endlosen leeren Sitzreihen und großen menschenleeren Hallen. Das ist schon ungewohnt“, gesteht er. Dass er im World-Wide-Web zu hören ist und damit Menschen eine Freude bereitet, macht Dörsam stolz. Natürlich hofft auch er auf eine Rückkehr zur Normalität. Aber der Musiker bleibt Realist: „Ich rechne nicht vor Herbst ’21 mit Livekonzerten, also mit Live-Publikum.“

Zu Fans und Kollegen hält er daher digital und vor allem über seine Homepage Kontakt. Dort werden auch die Streaming-Konzerte angekündigt. In einem Corona-Tagebuch teilt Dörsam außerdem Pläne und Gedanken. Sich trotz Abstand und Isolation nicht aus den Augen verlieren, das sei in der Kultur-Branche wichtig. „Und den Kopf nicht in den Sand stecken, auch wenn alles ausweglos erscheint“, so Dörsam. Er hat noch zwei weitere Musikvideos produziert: „Der eine Film thematisiert den Shutdown. Der andere meine Schulter-Verletzung und die daraus resultierende Einarmigkeit.“

Das Leben halte nämlich ganz generell – fernab des Virus – immer Höhen und Tiefen bereit. „Es kommt immer ganz darauf an, wie man mit allem umgeht. Ich probiere, Optimist zu bleiben, mich nicht runterziehen zu lassen.“ Die Musik sei dabei neben der Familie und den Freunden – auch im Ausland – eine große Stütze. „Solange ich musizieren kann, geht es mir doch gut.“ Deshalb rät Dörsam, sich selbst immer wieder an die schönen Dinge im Leben zu erinnern. „Sie sollten schwerer wiegen als Trauer, Verzweiflung und Einsamkeit.“

 
Bild: Tom Rittler

Studiobühne 

- Raum für Kultur -

Fahrenbacherstr. 22       64658 Fürth/Odw.

Musik verschiedenster Art

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Vernissagen, 

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Alles was die Sinne schärft !

HINGEHEN !!!!

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Meine aktuellen Musik-

empfehlungen:

 

Tim Pfau:

Producer, Guitar, Bass, Drums, Arrangements, Programming.

Matthias Dörsam:

Sopranosax, Altosax, Tenorsax, Baritonsax, Flute, Altoflute, Basssflute, Horn Arrangements

Günther Hornung: Piano

SILVIA BROWN, Voc

Florian Kueppers, Git, 

Konrad Hinsken, Keyboards

Constantin herzog, Bass

Julian Losigkeit, Drums

Matthias Dörsam, Sax

Julian Maier-Hauff Sax

Rec. Jan Kalt, Schraubfabrik

Planet Edge

Jens Joneleit (2023)

https://open.spotify.com/album/7hni3nVp9CMTp3fM6HKIvW?si=2j78qBe2Sx-G2owZRH-uEw

Jens Joneleit,

Mix, Bass, Drums, Piano Keyboards

Ali Neander, Guitar

Tom Schüler, Trumpet

Matthias Dörsam,

Bassclarinet, Tenorsax

Adax Dörsam - Luna lacht

Gäste:

Wolfy Ziegler - fretless Bass

“Luna lacht”

Matthias Dörsam - Klar. ,Bassklar. „Easy Joyride“  „Charango Peanuts

Klaus Berger - Schlagwerk „Groenland Melody“ & „Earth From The Universe“.

Musicians/Singers:
Monia Krüchten : Vocals, Frame Drum
Adax Dörsam : Gitarren, Theorbe, Ukulele, Dobro, Choral Sitar, Altfidel, Mandoline, E-Bass
@grabingerpeter : Keyboards
Carl-Michael Grabinger: Drums & Perc.
Matthias Dörsam : Tenor Sax, Soprano Sax, Baritone Sax, Alto Flute, Bass Clarinet, Clarinet
Label: Timezone Records
Photos: Iman Mohammadi
Coverdesign: jahnkedesign.com

1. Agenda
2. Shinjitsu
3. Three Card Molly
4. Major Elvin
5. E. J. Blues
6. Dido Afrique
7. Mr. Jones
8. Keiko’s Birthday March
9. George and Me

Al Zanabili - Schlagzeug
Matthias Dörsam - Saxophon
Markus Krämer - Gitarre
Rudolf Stenzinger - Kontrabaß
Al Griot - Perkussion

Ali Neander, Guitar

Tom Schüler, Trumpet

Matthias Dörsam,

Bassclarinet, Tenorsax

Jens Joneleit,

Bass, Drums, Piano Keyboards

The Art of Two

Matthias Dörsam - Klarinette

David Heintz - Gitarre

Trio 3D

"Danke"

Musik für festliche Anlässe.

Eine Homage an unsere Mutter. 

Matthias Dörsam

Klar, Fl, Sax.

 Adax Dörsam

Gitarre uvm. 

Franz Jürgen Dörsam

Fagott 

 

Erschienen bei Timezone 

Musiklabel | Musikverlag | Musikvertrieb
www.timezone-records.com

Rec.: Laukas Tonstudio 

und A.D.AX Studio

Master: Lopazz

 lopazz@mixmastering.de 

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© Matthias Dörsam